Thema der Woche

Tipps für die Auswahl und Pflege von Zimmerpflanzen

Pflanzen erfreuen und nutzen uns auf vielfältige Weise. Sie kommen ursprünglich aus den verschiedensten Erdteilen und Klimazonen der Welt in unsere geschlossenen Räume. Es lohnt sich, ihre Bedürfnisse genauer kennen zu lernen. Denn die richtige Auswahl ist ein wichtiger Garant für ihr gutes Gedeihen.

Deshalb sollten Sie auf die jeweiligen Ansprüche der Pflanzen im Hinblick auf Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wasserbedarf und pHWert des Substrates Rücksicht nehmen. Im Fachhandel erhalten Sie beim Kauf von Zimmerpflanzen die geeigneten Pflegehinweise.

Welche Pflanze passt?
Überlegen Sie vor dem Kauf: Passt diese Pflanze an das vorgesehene Fenster? Hat sie überhaupt im Raum genügend Licht? Ist sie robust genug für die erschwerten Bedingungen eines Büros wie trockene Luft, oder hohe Raumtemperatur im Winter? Wie viel Zeit für Pflege oder Gießen will ich aufbringen?

Diese und weitere Fragen helfen, die optimale Pflanze zu finden und lange Freude an ihr zu haben. Je artgerechter eine Pflanze gepflegt wird und je näher der Standort dem naturgemäßen kommt, desto höher ist ihre Widerstandskraft gegen Krankheiten und Schädlingsbefall. Wenn Pflanzen entgegen ihre Ansprüche gehalten werden, sind sie sehr anfällig und werden früher oder später Probleme bereiten.

Wichtige Pflegemaßnahmen sind das maßvolle Gießen und Düngen, das Entstauben, Besprühen, die „Sommerfrische“ und liebevolle Zuwendung. Der so genannte „Grüne Daumen“ ist meist eine gelungene Kombination von all diesen Grundvoraussetzungen.

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Pflanzen im Garten, auf dem Balkon und der Terrasse

Nicht nur in der Wohnung, am Arbeitsplatz, in der Schule oder im Krankenhaus fördern Pflanzen in vielfältiger Weise die Gesundheit. Die in Innenräumen bewährte positive Wirkung von Pflanzen gilt natürlich auch für den Außenbereich.

Ebenso wichtig für das menschliche Wohlbefinden ist also der Kontakt zu Pflanzen in ihrem natürlichen Umfeld – im Wald, im Park oder im Garten. Eine amerikanische Forschungsarbeit hat belegt, dass schon das Betrachten von Bäumen einen wohl tuenden Einfluss auf Menschen ausübt. Beim Betrachten von Bäumen zeigen sie mehr positive Emotionen wie Glücksgefühle, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit und weniger negative Gefühle, wie Traurigkeit, Furcht und Ärger als beim Betrachten von Mauern und Beton.

Bäume wirken also beruhigend und tragen zu einem gesteigerten Wohlbefinden und damit zu einer besseren Gesundheit bei. Für die Lebensqualität einer Stadt sind Grünanlagen besonders wichtig. Ob Bäume vorhanden sind entscheidet mit darüber, dass die BewohnerInnen einer Stadt oder Gemeinde sich wohl fühlen, wie sie sich bewegen und erholen können. Dafür gibt es mehrere Gründe. Bäume schenken uns intensive Naturerlebnisse.

Eine andere wichtige Aufgabe von Bäumen und Sträuchern besteht darin, das Stadtklima zu verbessern. In ihrem Schatten heizen sich Asphalt und Beton nicht so stark auf, sie erhöhen den Feuchtigkeitsgehalt der Luft, wodurch diese kühler bleibt. Baumkronen mildern den Wind ab, sie filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft.

Bäume verbrauchen zudem Kohlendioxid und produzieren Sauerstoff. Um den Jahresbedarf eines Menschen an Sauerstoff zu decken, werden rund 150 Quadratmeter Blattoberfläche benötigt.

Zu besonderem Wohlgefühl verhelfen Bäume und Pflanzen natürlich im eigenen Garten. Umfragen zufolge verbinden viele Menschen mit dem eigenen Garten sehr positive Werte wie eine hohe Lebens- und Wohnqualität, individuellen Freiraum und kreative Naturnähe. Wer sich bewusst auf seinen Garten einlässt, bemerkt bald, dass der Aufenthalt in der Natur ein sinnliches Vergnügen in vielfältiger Weise bieten kann.

Gärten bieten einen Lebens- und Erholungsraum, bilden einen natürlichen Spielraum für Kinder, sorgen für Heimeligkeit und schaffen durch die Beziehung zur Natur und die Freude am Lebendigen einen angenehmen Ausgleich zum Alltag. Gartenbesitzer suchen in ihrem Garten Entspannung.

Manche finden sie vor allem dadurch, dass sie im Garten arbeiten und dort auch ihre Kreativität ausleben. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass die Gartenarbeit tatsächlich gesund ist und bleibt. Bleiben Sie gelassen und setzen Sie sich nicht zusätzlichem Stress aus, um alles perfekt zu machen. Davon haben Sie im Alltag schon genug. Und achten Sie darauf, Ihren Rücken und Ihre Gelenke zu schonen, indem Sie geeignete Hilfsmittel verwenden.

Es kann – und muss – nicht immer der eigene Garten sein, um von diesen Effekten zu profitieren. Gartenglück ist keine Frage der Größe, denn Pflanzen in Töpfen können auch Balkon und Terrasse zu einem Miniaturgarten machen. Solche kleinen Balkonoasen sind als ein Stück Natur nicht zu unterschätzen, für viele Menschen werden sie in der warmen Jahreszeit zum zweiten Wohnzimmer.