Thema der Woche

herbstschalepagePassend zur Jahreszeit haben wir gerade wunderschöne, individuelle herbstliche Schalen. Ideal zum weiterschenken oder auch für sich selbst zu Hause.

Nicht nur klimatisch gesehen, auch in anderer Hinsicht können Pflanzen einen wichtigen Beitrag zu einer gesünderen Raumluft leisten. Versuche der US-Weltraumbehörde NASA zum Leben auf Raumstationen haben gezeigt, dass Pflanzen eine ganze Reihe von schädlichen Stoffen aus der Atemluft entfernen können.

Schadstoffe beeinträchtigen die Qualität unserer Raumluft. Eine Reihe von Umweltgiften belasten unsere Gesundheit. Dazu gehört etwa Formaldehyd – der Schadstoff Nummer Eins in der Arbeits- und Lebensumgebung vieler Menschen. Er kommt unter anderem in Pressholzprodukten, Papierwaren und Bodenversiegelungen vor aber auch im Zigarettenrauch.

Andere verbreitete Schadstoffe sind Benzol, Bestandteil von Benzin, Öl, vielen Farben, Plastik- und Gummiartikeln, und Trichlorethylen, das oft in Druckfarbe, chemischen Reinigungsmitteln und Lacken enthalten ist.

Derartige Schadstoffe werden unter anderem für das so genannte „Sick Building Syndrome“ verantwortlich gemacht. Gemeint sind damit Beschwerden, die in belasteten Innenräumen auftreten, wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Reizhusten, Atemnot oder Reizungen von Augen, Nase oder Hals.

Pflanzen können hier wie eine regelrechte „grüne Leber“ wirken. Spezielle Enzyme in den Blättern der Pflanzen wandeln aus der Raumluft aufgenommene Gifte in unschädliche Stoffe wie Aminosäuren oder Zucker um. Ein anderer Mechanismus, der zur Reinigung der Luft beiträgt und Schadstoffe unschädlich machen kann, sind Bakterien im Wurzelbereich vieler Pflanzen.

Viola - Stiefmütterchen

Im September und Oktober verändert sich im Garten alles sehr schnell. Die Bäume lassen ihre Blätter fallen und Sommerblüher und Stauden haben das Ende ihrer Blühperiode erreicht. Das gilt nicht für Violen, auch bekannt als Stiefmütterchen. Sie mögen die niedrigeren Temperaturen und schmücken mit ihrem üppigen Blütenflor den Herbst bis zum Beginn des Winters. Und danach? Dann blühen sie einfach weiter. Violen lassen sich von Wind und Wetter nicht einschüchtern und sorgen gerade in den trüben Herbst und Wintermonaten für Farbe und eine stimmungsvolle Atmosphäre.

violapage17Nicht zufällig sind Herbstviolen die am häufigsten verwendeten Pflanzen im Garten. Direkt in die Erde gepflanzt, in Kästen und Töpfe auf dem Balkon oder der Terrasse – überall blüht die Viole monatelang. Im Winter, wenn es richtig kalt ist, etwas weniger, aber im Frühjahr geht es fröhlich weiter. Züchter und professionelle Gärtner haben die schönsten Sorten entwickelt, um ein attraktives Sortiment anbieten zu können. So gibt es heute Pflanzen mit gelben, weißen, rosafarbenen, blauen, orangefarbenen und roten Blüten, mit dunklem Fleck und mit Zeichnungen die wie Gesichter aussehen, was den Kontrast innerhalb der Blüte noch verstärkt. Es gibt großblütige und kleinblütige Violen, und inzwischen findet man auch mehr und mehr gefüllt blühende Sorten. Es gibt sogar Hängeviolen, die sich in einer Schale oder an der Wand in einem Pflanzbeutel richtig viel her machen.

Die bunten Blüher lassen sich gut mit anderen Herbstpflanzen wie Calluna, Gaultheria oder Skimmia kombinieren. Und das Frühjahr wird erst recht zum Blütenfest, wenn unter die Violen Blumenzwiebeln in mehreren Lagen gesetzt werden. Die im Oktober gepflanzte Viole wird dann zusammen mit den Zwiebelblumen im Frühjahr für eine echte Blütenexplosion sorgen. So macht uns die Viole gleich zweimal im Jahr Freude!

Pflege
Violen sind besonders einfach zu pflegen. Ganz gleich, ob sie direkt in den Garten gepflanzt werden oder in Töpfen oder Kästen stehen, sie entwickeln sich eigentlich überall gut!
Beherzigt man ein paar einfache Tipps, bleiben die Violen gesund und schön. Wichtig ist ein halbschattiger bis vollsonniger Standort. Pflanzen Sie die Stiefmütterchen in nährstoffreiche Erde und gießen Sie regelmäßig.
Solange die Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes liegen, wachsen und blühen die Pflanzen einfach weiter und es tut ihnen gut, wenn sie alle vierzehn Tage gedüngt werden, um die Blüte weiter anzuregen. Auch das Entfernen der verwelkten Blüten fördert den Blütenreichtum der Pflanze. Nach der Blüte, im späten Frühling, können die Stiefmütterchen dann durch andere attraktive einjährige Blühpflanzen ersetzt werden.