Thema der Woche

Pflanzen in der Wohnung

Für viele Menschen sind Pflanzen im privaten Wohnbereich viel mehr als bloß ein Dekorationselement. Sie sind ein wichtiger Ausdruck eines Lebensgefühls, und sorgen als lebendes Grün für Abwechslung, Freude, Entspannung und Wohlbefinden. Begrünte Räume können positive Emotionen fördern und sinnliches Vergnügen bereiten, Pflanzen eignen sich auch hervorragend dazu, Räume zu individualisieren.

Trendforscher beobachten heute vermehrt ein neues Naturbedürfnis. Nicht für alle ist es möglich, diesem Hang zum Grün im eigenen Garten nachzukommen. Doch mit Blumen und Pflanzen lässt sich die Natur auch ins Wohn-, Schlaf- oder Arbeitszimmer holen – und damit eine Oase der Entspannung, ein Reservat für die Seele, ein Platz für Kreativität und Freizeitgestaltung schaffen.

Aber Pflanzen sind auch natürliche Klimaanlagen und grüne Schadstofffilter, die unsere Wohnräume gesünder und angenehmer machen. Gute Gründe also, sich viel Grünes ins Heim zu holen, um die Wohnqualität in mehrfacher Hinsicht zu verbessern.

Viele Menschen sind unsicher, ob es günstig ist, auch im Schlafzimmer Zimmerpflanzen aufzustellen – schließlich geben Pflanzen in der Dunkelheit Kohlendioxid ab. Wählt man nur einige wenige Pflanzen, so ist die entsprechende Menge so geringfügig, dass sie den Schlaf nicht stören. Für das Schlafzimmer sind einerseits Pflanzen besonders gut geeignet, die bei kühleren Temperaturen gut gedeihen – denn bekanntlich sollte im Schlafzimmer die Raumtemperatur geringer sein als in anderen Räumen.

Andererseits sollten sie für den Schlafraum Pflanzen wählen, die auch in der Nacht Sauerstoff produzieren und Kohlendioxid vorwiegend am Tag abgeben, wie etwa Bogenhanf, Echte Aloe, Bromelien oder Orchideen.

allerheiligen

Pflanzen in Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen

Aufgrund der vielen Erkenntnisse über die gesundheitsfördernde Wirkung von Pflanzen am Arbeitsplatz oder in der Schule lag es nahe, die Effekte von Pflanzen zum Beispiel auch auf das Wohlbefinden von PatientInnen und MitarbeiterInnen in Krankenhäusern zu untersuchen.

Nicht in allen Krankenhausbereichen ist der Einsatz von Zimmerpflanzen möglich. Interessant ist daher, dass sich die aufbauenden emotionalen Wirkungen von Pflanzen schon durch den Blick aus dem Fenster entfalten. PatientInnen reagieren positiv auf die Ansicht von Pflanzen - sie sind weniger ängstlich, sie empfinden weniger Schmerzen, Heilungserfolge werden schneller erreicht.

All das führt nachweislich zu kürzeren Aufenthaltszeiten im Spital. Auch das Krankenhauspersonal arbeitet entspannter, ist leistungsfähiger und fühlt sich wohler. Derartige Einsichten lassen sich unter anderem auch für die Gestaltung von anderen Therapie- und Pflegeeinrichtungen, ebenso wie für SeniorInnenheime nutzen.

Gerade bei letzteren hat sich neben der beruhigenden und ausgleichenden Wirkung des Anblicks von Pflanzen und Blumen auch ein anderer Effekt für das Wohlgefühl der BewohnerInnen gezeigt: Die Beschäftigung mit Pflanzen und ihre regelmäßige Pflege fördert bei älteren Menschen auch das Gefühl, Nützliches zu tun, und damit das seelische Wohlbefinden.