Thema der Woche

Pflanzen auf Balkon oder Terrasse sehen schön aus, machen aber auch viel Mühe: Regelmäßig fällt Gießen, Schneiden oder Düngen an. Doch es geht auch einfacher: Manche Pflanzen machen viel weniger Arbeit und gedeihen auch, wenn man fürs Gießen nur wenig Zeit hat. Die Auswahl solcher zeitsparender Lösungen ist gar nicht schwer: Man erkennt die meisten Pflanzen an ganz einfachen Merkmalen.

Wer keinen grünen Daumen hat, sucht sich am besten von vorneherein Pflanzen aus, die besonders pflegeleicht sind. Diese sind generell an zwei Merkmalen zu erkennen. Zum einen verrät die Blattfarbe die Pflegebedürftigkeit: Alle graulaubigen Pflanzen wie das Currykraut (Helichrysum) oder Heiligenkraut (Santolina) gelten als trockenheitstolerant. Zum anderen erkennt man genügsame Gewächse gut an ihrem Blattwerk und Stämmen, die vergleichsweise stark ausgebildet sind. Die Blätter der Pflanzen sind oft ledrig und dick. In ihnen speichern die Pflanzen Wasser über einen langen Zeitraum. Aus diesem Grund haben sie auch schnell verholzende Stämme und Zweige. Zu den pflegeleichten Pflanzen mit wasserspeichernden Blättern zählt klassischerweise die große Familie der Sukkulenten. So ist das Portulak-Röschen (Portulaca) besonders robust.

Geranien sind besonders pflegeleicht, sie kommen mit kurzfristiger Trockenheit zurecht. Die einfachblühenden neuen Züchtungen lassen verwelkte Blüten auch abfallen, was bedeutet, dass sie nicht ständig ausgeputzt werden müssen. Gut dazu passt der ebenfalls sehr robuste Zauberschnee (Euphorbia).

Noch besser vertragen Duft-Pelargonien Trockenheit, denn in ihren verdickten Trieben und Blättern können sie Wasser- und Nährstoffvorräte anlegen. Unter den Gehölzen werden Olivenbaum, Oleander, Granatapfel oder auch alle Palmenempfohlen.

Nach einem Regenschauer verzichten viele Gartenbesitzer auf das Gießen. Doch meist reicht die Regenmenge nicht aus, viele Pflanzen benötigen deutlich mehr Wasser. Der Garten muss nicht jeden Tag gegossen werden, dafür aber ausgiebig. Besonders an heißen Tagen ist der Boden so ausgetrocknet, dass das Wasser schnell abfließt und nicht ausreichend im Boden versickern kann. Lieber einmal richtig als mehrmals zu wenig gießen. So können die Pflanzen tiefreichende Wurzeln bilden und werden kräftiger.

Wer mit dem Gartenschlauch sprengt, bewässert meist nur oberflächlich. Besser eine Kanne verwenden, sie hat einen dickeren und weichen Strahl. Etwa zwei Gießkannen pro Quadratmeter sind ideal. Nie in der prallen Mittagssonne oder über die Blätter gießen, sonst droht Sonnenbrandgefahr. Am besten sollten die Pflanzen früh morgens, alternativ auch am Abend gegossen werden. Am besten eignet sich Regenwasser zu Bewässerung, das einfach in einer Regentonne aufgefangen werden kann. Wasser aus der Leitung ist häufig zu kalt. Wer es dennoch verwenden muss, sollte es einen Tag lang in der Gießkanne stehen lassen.

Kübelpflanzen regelmäßig wässern
Pflanzen in Behältern benötigen besonders intensive Pflege. Sie können im Gegensatz zu den Beetpflanzen nicht tief wurzeln und so an Wasser gelangen. Dabei gilt die Regel: Je kleiner der Behälter, desto mehr Wasser. Hängekörbe können im Sommer sogar zwei Mal pro Tag gegossen werden.

Um verdorrte Topfpflanzen wiederzubeleben, sollte man die Pflanze besser mitsamt dem Topf in einen mit Wasser gefüllten Eimer stellen. Allerdings nur, wenn der jeweilige Blumen- oder Pflanzentopf ein Abflussloch hat. Wenn im Wasser keine Luftblasen mehr zu sehen sind, hat die Erde genügend Flüssigkeit aufgenommen. Danach die Pflanze regelmäßig gießen und überschüssiges Wasser immer sofort abgießen.

Unter ausladenden Pflanzen ist die Erde oft trocken
Unter Bäumen oder besonders ausladenden Pflanzen wie großen Rhododendren, Buchsbäumen oder Koniferen bekommt die Erde rund ums Wurzelwerk auch nach längeren Regenzeiten meist nicht genügend Wasser ab. Auch wenn der Boden oberflächlich nass ist - schon wenige Zentimeter tiefer ist die Erde staubtrocken. Deshalb müssen diese Bereiche mit einer Gießkanne oder einem Schlauch ausgiebig und direkt an der Wurzel gegossen werden, sonst blickt man bald auf hängende Blätter und Zweige.

Auch Rasen braucht viel Wasser
Wer seinen Rasen den gesamten Sommer über grün erhalten will, sollte ihn ausgiebig mit Wasser versorgen. Nur wenn die Wurzeln des Grases optimal mit Feuchtigkeit versorgt werden, bleibt es gesund. Eine Stichprobe zeigt: Zu kurzes Wässern durchdringt nur den Oberboden. Das reicht nicht, um die Wurzeln zu versorgen. Am effektivsten ist es, den Rasen direkt nach einem Regenschauer zu gießen, dann ist der Oberboden schon feucht und das zusätzliche Gießwasser dringt leichter in tiefere Schichten ein. Bei Hitze sollte man den Rasen nicht zu kurz halten. Zu häufiges Mähen macht ihn empfindlicher gegenüber Trockenheit. Wenn der Rasen zwischenzeitlich dennoch braun wird, erholt er sich in der Regel bald wieder.

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