Thema der Woche

Mit Pflanzen Freude schenken

Ob als kleine Pflänzchen zum Aussetzen im Garten oder auf der Terrasse oder im Topf als schöner Raumschmuck für Wohn- und Geschäftsräume: Pflanzen und Schnittblumen sind tolle Geschenke – und es gibt viele Anlässe, einem lieben Menschen etwas „durch die Blume“ zu sagen.

Kein Wunder, dass grüne Mitbringsel die beliebtesten Geschenke der ÖsterreicherInnen sind: Zwei Drittel, ergab kürzlich eine Umfrage, drücken ihre Zuneigung, ihren Dank oder ihre Freundschaft gerne durch geschenkte Pflanzen aus.

Wer Blumen schenkt, sollte allerdings daran denken, dass es eine Tradition gibt, bestimmte Pflanzen symbolische Bedeutungen zuzuordnen – damit das freundlich gemeinte Geschenk nicht zum Fettnäpfchen wird.

Im 18. Jahrhundert kam der Brauch auf, Blüten eine verschlüsselte Symbolik zuzuweisen – und damit auch Botschaften auszutauschen. Diese Blumen-Sprache wurde auch schriftlich festgehalten. Auch wenn es heute nicht mehr ganz so streng zugeht in Sachen Blumen – Codex: Hier doch ein paar Tipps, was nach alter Überlieferung mit schönen Blüten gemeint sein könnte:

Alpenrose - Wann sehen wir uns wieder?
Alpenveilchen (Cyclamen) - Du bist mir gleichgültig.
Aster - Von Deiner Treue bin ich nicht überzeugt.
Brunnenkresse - Du entscheidest über mein künftiges Glück.
Buchsbaum - Du bist entsetzlich spröde.
Christrose - Nimm mir meine Angst.
Chrysantheme - Mein Herz ist frei.
Dahlie - Ich bin schon vergeben.
Dotterblume - Du darfst mich bald erwarten.
Efeu - Ich bin treu.
Farnkraut - Ich mache nicht gerne viele Worte.
Fingerhut-  Ich habe schon schlechte Erfahrungen gemacht.
Flieder - Wirst Du auch treu sein?
Geranie - Ich erwarte dich an der bekannten Stelle.
Gladiole - Sei nicht so stolz.
Glockenblume - Unsere Herzen schlagen im gleichen Takt.
Hyazinthe - Deine Kälte lässt mich verschmachten.
Iris - Ich stehe zu Dir.
Jasmin - Du bist bezaubernd.
Kapuzinerkresse - Du verbirgst etwas von mir.
Klatschmohn - Man muss im richtigen Augenblick schweigen können.
Kornblume - Ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Krokus - Ich brauche Bedenkzeit.
Lavendel - Ich werde mein Ziel erreichen.
Lilie, weiß - Reinheit, Süsse
Löwenmaul - Du bringst meine guten Vorsätze ins wanken.
Malve - Du bist kalt wie Eis.
Margerite - Lass mich in Frieden.
Narzisse - Du bist eitel.
Nelke, rot - Ich liebe dich heiss.
Nelke, weiß - Ich bin noch zu haben.
Orchidee - Du bist mir zu verspielt.
Primel - Zufriedenheit ist das höchste Glück.
Rose, rot - Blume der Liebe
Rose, gelb - Abnehmende Liebe, Untreue
Rose, zartrosa - Du wirst erkennen, ob Du mich liebst.
Schwertlilie - Ich werde um Dich kämpfen.
Sonnenblume - Du bist mir zu anspruchsvoll.
Tulpe - Du bist zu keiner echten Empfindung fähig.
Veilchen - Du bist unschuldig und bescheiden.
Vergissmeinnicht - Denke an mich, vergiss mich nicht.
Zinnie - Ich denke an einen abwesenden Freund.

geschenke17Gerade in der Weihnachtszeit ist man oft bei Freunden oder Nachbarn eingeladen, ungern kommt mit leeren Händen zu Besuch. Wir können Ihre gekauften Pflanzen mit ein wenig Dekoration und weiteren Accessoires zu einem richtig tollen Geschenk aufputzen. 

Tipps für die Pflege von Zimmerpflanzen

Vorsicht: Giftpflanzen und Allergien

Nicht alles, was die Natur hervorbringt, ist ausschließlich gesund und risikofrei. Das ist besonders auch bei der Auswahl von Blumen und Zimmerpflanzen zu beachten. Denn einerseits können Pflanzen AllergikerInnen ganz schön zu schaffen machen. Und andererseits können manche Zimmerpflanzen für Menschen, besonders für Kinder und Haustiere, gefährlich sein, wenn sie gegessen werden.

Auch der Pflanzensaft einiger Pflanzen kann beim Haut- oder Schleimhautkontakt Reizungen hervorrufen. Bei den hier angeführten Pflanzenarten, die natürlich nur eine Auswahl sein können, ist Vorsicht angebracht. Es ist empfehlenswert, diese Pflanzen nicht in der Reichweite von Kindern oder Haustieren aufzustellen. Zimmerpflanzen, die man von Kindern und Haustieren fern halten sollte.

Was ist zu tun, wenn Vergiftungen auftreten?
Erste Hilfe: Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser, keine kohlensäurehaltigen Getränke, keine Milch
Erbrechen auslösen
Die Vergifteten beruhigen
So schnell wie möglich bei der Vergiftungszentrale anrufen, um Näheres zu erfahren, und einen Arzt aufsuchen. Reste der Pflanzen, auch Erbrochenes, zur Untersuchung mitbringen.
Nach dem Erbrechen sind Kohletabletten in der Lage, Gifte an sich zu binden. Glaubersalz (Natriumsulfat) wirkt abführend. Kein Rizinusöl geben, weil viele Gifte bei Anwesenheit von Fetten rascher aufgenommen werden. Auch fetthaltige Milch kann daher nachteilig sein!

Nicht nur die Pollen von Gräsern, Getreide, Bäumen oder Blüten können die für den Heuschnupfen typischen Beschwerden verursachen, auch einige nichtblühende Zimmerpflanzen können allergische Reaktionen hervorrufen. Dazu zählt etwa die Birkenfeige (Ficus benjamina). Die Symptome reichen von juckendem Hautausschlag nach Pflanzenkontakt bis zu Fließschnupfen, Bindehautentzündung und sogar Asthma durch Einatmen winziger Pflanzenbestandteile aus dem Hausstaub.

Empfindliche Personen sollten daher auf die Birkenfeige verzichten. AllergikerInnen und andere empfindlich reagierende Personen sollten unter anderem auch Primeln, Tulpen, Agave, Chrysanthemen, Weihnachtsstern, Efeu, Fensterblatt, Banane, Pelargonien oder Dieffenbachien meiden. Ihre Berührung kann Hautreizungen hervorrufen. PollenallergikerInnen sollten keine blühenden Zimmerpflanzen ins Schlafzimmer stellen.

Weitere allergene Zimmerpflanzen und Schnittblumen sind Drehfrucht (Streptocarpus), Efeu (Hedera helix), Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Herbstsonnenbraut (Helenium autumnale), Lorbeer, Margerite und Sonnenblume. Andererseits können aber für Hausstaubmilben-AllergikerInnen Zimmerpflanzen sogar günstig sein. Da Pflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöhen, sinkt der Staub, an dem sich Milben ablagern, wassergesättigt zu Boden und ist damit weniger belastend.