Tipps für die Pflege von Zimmerpflanzen

Vorsicht: Giftpflanzen und Allergien

Nicht alles, was die Natur hervorbringt, ist ausschließlich gesund und risikofrei. Das ist besonders auch bei der Auswahl von Blumen und Zimmerpflanzen zu beachten. Denn einerseits können Pflanzen AllergikerInnen ganz schön zu schaffen machen. Und andererseits können manche Zimmerpflanzen für Menschen, besonders für Kinder und Haustiere, gefährlich sein, wenn sie gegessen werden.

Auch der Pflanzensaft einiger Pflanzen kann beim Haut- oder Schleimhautkontakt Reizungen hervorrufen. Bei den hier angeführten Pflanzenarten, die natürlich nur eine Auswahl sein können, ist Vorsicht angebracht. Es ist empfehlenswert, diese Pflanzen nicht in der Reichweite von Kindern oder Haustieren aufzustellen. Zimmerpflanzen, die man von Kindern und Haustieren fern halten sollte.

Was ist zu tun, wenn Vergiftungen auftreten?
Erste Hilfe: Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser, keine kohlensäurehaltigen Getränke, keine Milch
Erbrechen auslösen
Die Vergifteten beruhigen
So schnell wie möglich bei der Vergiftungszentrale anrufen, um Näheres zu erfahren, und einen Arzt aufsuchen. Reste der Pflanzen, auch Erbrochenes, zur Untersuchung mitbringen.
Nach dem Erbrechen sind Kohletabletten in der Lage, Gifte an sich zu binden. Glaubersalz (Natriumsulfat) wirkt abführend. Kein Rizinusöl geben, weil viele Gifte bei Anwesenheit von Fetten rascher aufgenommen werden. Auch fetthaltige Milch kann daher nachteilig sein!

Nicht nur die Pollen von Gräsern, Getreide, Bäumen oder Blüten können die für den Heuschnupfen typischen Beschwerden verursachen, auch einige nichtblühende Zimmerpflanzen können allergische Reaktionen hervorrufen. Dazu zählt etwa die Birkenfeige (Ficus benjamina). Die Symptome reichen von juckendem Hautausschlag nach Pflanzenkontakt bis zu Fließschnupfen, Bindehautentzündung und sogar Asthma durch Einatmen winziger Pflanzenbestandteile aus dem Hausstaub.

Empfindliche Personen sollten daher auf die Birkenfeige verzichten. AllergikerInnen und andere empfindlich reagierende Personen sollten unter anderem auch Primeln, Tulpen, Agave, Chrysanthemen, Weihnachtsstern, Efeu, Fensterblatt, Banane, Pelargonien oder Dieffenbachien meiden. Ihre Berührung kann Hautreizungen hervorrufen. PollenallergikerInnen sollten keine blühenden Zimmerpflanzen ins Schlafzimmer stellen.

Weitere allergene Zimmerpflanzen und Schnittblumen sind Drehfrucht (Streptocarpus), Efeu (Hedera helix), Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Herbstsonnenbraut (Helenium autumnale), Lorbeer, Margerite und Sonnenblume. Andererseits können aber für Hausstaubmilben-AllergikerInnen Zimmerpflanzen sogar günstig sein. Da Pflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöhen, sinkt der Staub, an dem sich Milben ablagern, wassergesättigt zu Boden und ist damit weniger belastend.