Nun hört man es wieder - das Surren - das einem den Atem stocken lässt. Zuerst kommt es immer näher und plötzlich ist es wieder leise. Denn zu diesem Zeitpunkt ist eine Gelse irgendwo am eigenen Körper mit Blutsaugen beschäftigt.

In Österreich gibt es circa 40 Gelsenarten. Die am meisten verbreitete Art ist die Hausgelse. Ihr Stich ist schmerzhaft und verursacht Juckreiz und Hautrötungen. Insektengitter an Fenstern und Türen verhindern, dass Gelsen und andere Insekten überhaupt ins Haus gelangen.

Ebenso eine sehr nützliches Hausmittel: Lavendel direkt am Fensterbrett.
Gelsen hassen den Duft von Lavendel, auch mit Basilikum, Paradeiser und Salbei erzielt man ähnliche Ergebnisse – die Gelsen meiden diesen Weg ins Haus.

Haben es die lästigen Blutsauger trotzdem hinein geschafft, kann man sie sich mit einer mit Essig, Zitronen- oder Lavendelöl gefüllten Schale vom Leib halten. Denselben Effekt hat eine Duftlampe.

Im Schlafzimmer schützen Moskitonetze über den Betten vor den nächtlichen Attacken der Insekten. Wenige Tropfen ätherisches Öl wie Teebaum, Lavendel, Sandelholz, Eukalyptus, Salbei oder Katzenminze auf der Bettwäsche reichen außerdem, um die Gelsen fernzuhalten.


Mittel die nicht helfen
Abzuraten ist von Elektroverdampfern, auch als Gelsenstecker bekannt. Sie geben permanent Insektizide an die Raumluft ab, die über einen längeren Zeitraum eingeatmet werden könnten. Vor allem Kinder, AllergikerInnen und AsthmatikerInnen sind davon betroffen. Gelsenpiepser mit hochfrequenten Piepstönen sind zwar für Menschen unschädlich, haben aber laut Verbrauchertests auf Gelsen keine Wirkung. Auch die Wirkung des sogenannten Insektengrills, eine UV-Leuchte mit Hochspannungsgitter der in der Gastronomie häufig eingesetzt wird, geht am Hauptproblem vorbei. Ihm fallen zumeist harmlose und nachtaktive Insekten wie Nachtfalter zum Opfer.