Thema der Woche

Tipps für die Pflege von Zimmerpflanzen

Vorsicht: Giftpflanzen und Allergien

Nicht alles, was die Natur hervorbringt, ist ausschließlich gesund und risikofrei. Das ist besonders auch bei der Auswahl von Blumen und Zimmerpflanzen zu beachten. Denn einerseits können Pflanzen AllergikerInnen ganz schön zu schaffen machen. Und andererseits können manche Zimmerpflanzen für Menschen, besonders für Kinder und Haustiere, gefährlich sein, wenn sie gegessen werden.

Auch der Pflanzensaft einiger Pflanzen kann beim Haut- oder Schleimhautkontakt Reizungen hervorrufen. Bei den hier angeführten Pflanzenarten, die natürlich nur eine Auswahl sein können, ist Vorsicht angebracht. Es ist empfehlenswert, diese Pflanzen nicht in der Reichweite von Kindern oder Haustieren aufzustellen. Zimmerpflanzen, die man von Kindern und Haustieren fern halten sollte.

Was ist zu tun, wenn Vergiftungen auftreten?
Erste Hilfe: Flüssigkeitszufuhr, am besten Wasser, keine kohlensäurehaltigen Getränke, keine Milch
Erbrechen auslösen
Die Vergifteten beruhigen
So schnell wie möglich bei der Vergiftungszentrale anrufen, um Näheres zu erfahren, und einen Arzt aufsuchen. Reste der Pflanzen, auch Erbrochenes, zur Untersuchung mitbringen.
Nach dem Erbrechen sind Kohletabletten in der Lage, Gifte an sich zu binden. Glaubersalz (Natriumsulfat) wirkt abführend. Kein Rizinusöl geben, weil viele Gifte bei Anwesenheit von Fetten rascher aufgenommen werden. Auch fetthaltige Milch kann daher nachteilig sein!

Nicht nur die Pollen von Gräsern, Getreide, Bäumen oder Blüten können die für den Heuschnupfen typischen Beschwerden verursachen, auch einige nichtblühende Zimmerpflanzen können allergische Reaktionen hervorrufen. Dazu zählt etwa die Birkenfeige (Ficus benjamina). Die Symptome reichen von juckendem Hautausschlag nach Pflanzenkontakt bis zu Fließschnupfen, Bindehautentzündung und sogar Asthma durch Einatmen winziger Pflanzenbestandteile aus dem Hausstaub.

Empfindliche Personen sollten daher auf die Birkenfeige verzichten. AllergikerInnen und andere empfindlich reagierende Personen sollten unter anderem auch Primeln, Tulpen, Agave, Chrysanthemen, Weihnachtsstern, Efeu, Fensterblatt, Banane, Pelargonien oder Dieffenbachien meiden. Ihre Berührung kann Hautreizungen hervorrufen. PollenallergikerInnen sollten keine blühenden Zimmerpflanzen ins Schlafzimmer stellen.

Weitere allergene Zimmerpflanzen und Schnittblumen sind Drehfrucht (Streptocarpus), Efeu (Hedera helix), Frauenschuh (Cypripedium calceolus), Herbstsonnenbraut (Helenium autumnale), Lorbeer, Margerite und Sonnenblume. Andererseits können aber für Hausstaubmilben-AllergikerInnen Zimmerpflanzen sogar günstig sein. Da Pflanzen die Luftfeuchtigkeit erhöhen, sinkt der Staub, an dem sich Milben ablagern, wassergesättigt zu Boden und ist damit weniger belastend.

Tipps für die Pflege von Zimmerpflanzen

Biologischer Pflanzenschutz
Der Einsatz von chemischen Schädlingsbekämpfungsmitteln in Wohnräumen kann zu einer Gefährdung unserer eigenen Gesundheit führen. Die in den Produkten enthaltenen Wirkstoffe sind oft belastender als die Schädlinge selbst. Sie stellen eine Schädigungsgefahr für Menschen, Haustiere und Umwelt dar.

Manche Mittel sind noch Jahre später im Hausstaub nachweisbar, wenn die nächsten Schädlinge schon längst wieder da sind und erneut bekämpft werden. Hier gilt wie so oft: „Vorbeugen ist besser als Heilen“. Gesunde Pflanzen werden kaum von Schädlingen befallen. Kranke Pflanzen hingegen, die an einem ungeeigneten Standort stehen, können auch mit den effektivsten Gegenmaßnahmen auf Dauer nicht schädlingsfrei gehalten werden. Dann ist es besser, sich von dieser Pflanze zu trennen.

Zur Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen wird eine Vielzahl von Präparaten angeboten. Viele enthalten giftige Substanzen. Meist sind die bedenklichen Produkte von den harmlosen auf den ersten Blick schwer zu unterscheiden. Als Alternative zum Gifteinsatz gibt es eine Vielzahl an biologischen Pflanzenschutzmaßnahmen und Mitteln:

Vorbeugung: geeigneter Standort, gute Pflege, natürliche Pflanzenstärkungsmittel
Mechanische Maßnahmen: Abwaschen, Abbürsten oder Zerdrücken von Schädlingen
Biologische Maßnahmen: Nützlingseinsatz (zum Beispiel Marienkäfer gegen Blattläuse)
Biotechnische Maßnahmen: z.B. Gelbtafeln gegen Trauermücken, Pheromone (Lockstoffe)
Pflanzenschutzmittel: wirken direkt, haben jedoch oft Nebenwirkungen, sind teilweise giftig, z.B. Neem, Öle, Seifen, Laugen
Alternative Pflanzenbehandlungsmittel: Homöopathie, Ätherische Öle Biologische

Pflanzenschutzmaßnahmen sind mit keinen gesundheitlichen Risiken verbunden. Sie schonen unsere Umwelt, weil weder die Pflanzen selbst noch die Topferde oder die Raumluft mit giftigen Substanzen angereichert werden.

adventkalender17Wie jedes Jahr haben wir für unsere jüngsten Besucher während der ersten 24 Dezembertage eine kleine Überraschung. In unserem Adventkalender darf täglich ein Kind das aktuelle Türchen öffnen. Neben kleinen Deko-Goodies gibt es natürlich auch ein wenig Nascherei. 

Also nehmen Sie doch bei Ihrem nächsten Besuch Ihr Kind oder Enkel mit. Sofern das Türchen an diesem Tag noch nicht geöffnet wurde, wird auch Ihr Sprössling große Augen machen.

Wir freunen uns über Ihren Besuch.