Pflanze des Monats

Die Bromelie

Fröhlich, farbenfroh, tropisch und mit außerirdischen Erscheinungsformen: Die Bromelie ist seit Ewigkeiten die exotischste Schönheit unter den Zimmerpflanzen. Zu allererst begeisterte man sich jedoch nicht für die köcherförmigen Blattrosetten und die Hochblätter mit ihren leuchtenden Farben, sondern vor allem für die herrlichen Früchte der bekanntesten Bromelie, der Ananas. In der Natur kommen mehr als 1600 Arten vor.

Die Pflanzen sind gedrungen oder lang gestreckt und wachsen konzentrisch aus einer Blattrosette. Aus diesem Köcher wächst ein Stiel in die Höhe, mit wunderschön gefärbten Hochblättern, zwischen denen sich außergewöhnliche Blüten entwickeln. Alle Bromelien sind monokarp, das bedeutet, dass die Pflanze nach der Blüte das Ende ihres Lebens erreicht hat. Es haben sich dann allerdings Kindl-Pflanzen gebildete, die nach einigen Jahren zur Blüte kommen können.

Herkunft
Die meisten Bromelien stammen aus den tropischen Regionen Nord- und Südamerikas, wo sie unter unterschiedlichen klimatologischen Bedingungen wachsen. Zu den Bromelien gehören bekannte Gattungen wie Ananas, Guzmania, Vriesea, Aechmea und Tillandsia. In freier Natur wachsen die meisten dieser Pflanze mit fadenförmigen Wurzeln auf Bäumen (Epiphytisch), ohne diesen Nährstoffe oder Feuchtigkeit zu entziehen. Alles was sie benötigen holen sie sich aus der Luft.

Pflegetippsbromeliepage17
Bromelien sind pflegeleicht. Stellen Sie die Pflanzen an einen hellen, warmen Standort, aber nicht in die volle Sonne. In den Sommermonaten können Bromelien auch nach draußen gestellt werden, vorausgesetzt die Pflanzen stehen im Laufe des Tages auch einige Zeit im Schatten. So wird Verbrennungen vorgebeugt.
In den Rosetten befinden sich Saughaare und Saugschuppen, mit denen die Pflanzen Feuchtigkeit und Nährstoffe aufnimmt. Die Bromelie braucht vor allem Wasser in der Rosette und etwas auf der Topferde, einmal wöchentliches Gießen ist ausreichend. Erneuern Sie das Wasser im Trichter regelmäßig. Während der Blüte können die Blätter der Pflanze leicht eingenebelt werden. Damit die Blüte lange hält und die Pflanze reich blüht, sollte einmal im Monat gedüngt werden.

Exklusive Palmen

Die Familie der Palmen ist vielseitig und nützlich. Palmen liefern Kokos, Datteln, Öl, Zucker, Raffia und Sago und spielen eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft. Als Zimmerpflanze sind sie das Symbol der (Sub-)Tropen.

Es gibt gut 200 Gattungen und 3000 Arten, die in warmen Regionen Asiens, Amerikas und Australiens wachsen. Die meisten Palmen haben einen aufrechten Stamm, mit einer feder- oder fächerförmigen Blattkrone an der Spitze. Palmen werden immer aus Samen vermehrt und die Kulturdauer hängt von der Größe der Pflanze ab. Je größer oder älter die Pflanze, desto länger wurde sie bereits kultiviert.

Herkunft
Livistona rotundifolia stammt ursprünglich aus Malaysia. Der Artname „rotundifolia“ ist ein Hinweis auf die handförmigen Palmenblätter. Rhapis wächst in China und Südost-Asien. Caryota, zu erkennen an den wie „abgerissen” aussehenden Blattenden, stammt aus einer Region von Indien bis zu den Philippinen. Cycas schließlich ist eigentlich keine Palme, gehört aber zu einer der ältesten Pflanzenfamilien, den Cycadaceae. Diese Palmfarngewächse existierten bereits vor Millionen Jahren im Carbon und Jura, auch bekannt als das Zeitalter der Dinosaurier. Als Jesus nach Jerusalem einzog, wurden ihm die Palmwedel zu Füßen auf die Straße gelegt. Die Pflanze wird aus diesem Grund auch als Friedenspalme bezeichnet. Cycas kommt in südlichen Ländern häufig vor und ist in Südostasien heimisch. Die jungen Blätter rollen sich aus, wie die von Farnen. Cycas kann sehr alt werden, bis gut 1000 Jahre, wächst aber äußerst langsam.

Pflegetipps
Alle Palmen sind „easy care“-Pflanzen, also leicht zu versorgen. Jede exklusive Palme verlangt jedoch einen anderen Umgang, da alle Palmenarten anders wachsen, unterschiedliche Blattstärken und -strukturen haben und ursprünglich aus äußert verschiedenen Gegenden stammen.

Je nach Standort, Größe der Pflanze und der Stärke der Blätter benötigt die Palme mehr oder weniger Wasser: Je dicker und steifer die Blätter (Cycas und Rhapis) desto weniger Wasser, je dünner und zarter die Wedel (Livistona und Caryota), desto mehr. Die beiden Letztgenannten werden außerdem gerne besprüht, vor allem in den Wintermonaten, wenn im Haus die Heizung läuft und die Luft besonders trocken ist. In den Frühlings- und Sommermonaten ist ein leichter Regenschauer wunderbar geeignet, um diese Pflanzen zu erfrischen. So vermeidet man außerdem dunkle Blattränder und -spitzen.
Damit exklusive Palmen lange gesund und schön aussehen, reicht es, alle vier Wochen etwas Dünger zu verabreichen.
Im Allgemeinen stehen Palmen gerne an einem mäßig hellen bis hellen Standort, aber nicht in greller Mittagssonne. Eine Ausnahme bildet Cycas, die in den Sommermonaten eventuell draußen in der Sonne stehen kann, nachdem sie langsam daran gewöhnt wurde. Wenn Cycas mit der Bildung einer neuen Blattrosette beginnt, wird die alte, unterste Rosette abgestoßen. Das Bilden neuer Blätter geschieht am besten an einem hellen sonnigen Standort im Freien, damit die Blätter schön kompakt wachsen. Im Zimmer werden die Blätter langgestreckter ausfallen.
Verpacken Sie exklusive Palmen in den kalten Monaten gut, bevor Sie sie nach Hause transportieren: Als tropische Schönheiten vertragen sie Kälte nicht besonders gut.

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Ficus benjamina


Die Geschichte des Ficus:
Seine herrlichen Blätter und der schöne Pflanzenaufbau machen den Ficus zu einer der beliebtesten Zimmerpflanzen und Zimmerbäume. Die Pflanze gehört zur Familie der Moraceae (Maulbeergewächse), zu der auch Feige und Gummibaum gehören.
Typisch für Ficus benjamina sind die 3-13 cm langen, ovalen Blätter, mit den spitz zulaufenden Blattenden sowie der weiße Milchsaft in den holzigen Stämmen, Stielen und Blättern. Bemerkenswert ist, dass die Ficus-Blüte nicht wie eine Blüte aussieht. Es ist eine sogenannte Scheinfrucht, in der sich die winzig kleinen männlichen und weiblichen Blütenteile befinden, die nach der Befruchtung eine kleine Feige bilden. Die Pflanze bildet erst Blüten, wenn sie erwachsen ist.

Herkunft:
Ficus wächst in Süd- und Südostasien sowie in Australien. Der größte Ficus benjamina steht in Indien, mit einem Kronendurchmesser von 131 Metern und mehr als 1775 Luftwurzeln, von denen der Baum gestützt wird.

Pflegetipps:
Ficus benötigt einen hellen Standort. Je bunter das Laub, desto mehr Licht benötigt die Pflanze. Grelles Sonnenlicht sollte jedoch besser vermieden werden, insbesondere in den Sommermonaten.
Je heller die Pflanze steht, desto mehr Wasser benötigt sie. Passen Sie die Menge des Gießwassers an den Standort an und gießen Sie regelmäßig: Der Topfballen darf nicht vollständig austrocknen.
Während der Ruheperiode im Winter weniger gießen und darauf achten, dass das Gießwasser nicht zu kalt ist. Im Frühjahr und im Sommer kann man die Pflanze auch gut nach draußen in einen erfrischenden Regenschauer stellen.
Einmal im Monat düngen hält den Ficus schön und stark.
Blattfall im Herbst und Winter ist meist eine Folge von zu trockener Luft im Zimmer, wenn beispielsweise die Zentralheizung zum Einsatz kommt. Luftbefeuchter sorgen für Abhilfe.
Wird die Pflanze zu groß und ist nicht mehr gut in Form, kann sie geschnitten werden. Dies erfolgt am besten in den Wintermonaten, mit einer scharfen Gartenschere. Wenn die Tage wieder länger werden, bilden sich dann von selbst neue Blätter. Der weiße Milchsaft, der beim Schneiden austritt, ist nicht giftig, aber er klebt ein wenig.

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Die Azalee

Die Geschichte der Azalee
Eine reiche Blüte in typischen Dezemberfarben, ist eine originelle Alternative, um eine besondere Stimmung in einen Raum zu bringen und doch ein echter Saisonklassiker. Die Azalee heißt offiziell Rhododendron syn. Azalea. Der Name Rhododendron setzt sich aus den griechischen Worten zusammen die „rot” und „Baum” bedeuten. Frei übersetzt bedeutet er „eine holzige Pflanze mit rosaroten Blüten”. Azalee bedeutet im Griechischen „trocken“, was ein Hinweis auf das trockene Holz ist und nicht auf den Wasserbedarf der Pflanze, diese mag es nämlich, wenn der Boden immer leicht feucht ist. Da die meisten Menschen beim Namen Rhododendron an die großen Gartensträucher denken, wird die Zimmerpflanze meist als Azalee bezeichnet.

azalee16pHerkunft und Produktion der Azalee
Rhododendron ist in Asien weit verbreitet. Die Urversion der Zimmerpflanze ist die Indische Azalee. Diese stammt in erster Linie aus den chinesischen Provinzen Sichuan, Yunnan, Hubei und Guangdong. Die Pflanze wächst dort auf den Berghängen zwischen 1000 und 2600 Meter Höhe als Gebüsch und wird dort von der heimischen Bevölkerung als Brennholz genutzt. Der Untergrund ist Kalkstein, der von einer Humuslage bedeckt ist, auf der die Pflanzen wachsen. Schon 1578 wurde die Pflanze in der chinesischen Literatur erwähnt. Die ersten Pflanzen wurden 1806 von China nach England gebracht, wo die Azalee schnell als Zierpflanze weiterkultiviert wurde.

Azaleen werden vor allem in Belgien und den Niederlanden kultiviert. Eigentlich handelt es sich um einen vorgetriebenen Strauch, die der Gärtner durch Kühlen und Heizen zur Blüte bringt. Die Anlieferung beginnt im Spätsommer und läuft bis zum Frühjahr, mit einem klaren Höhepunkt rund um die Feiertage im Dezember.

Pflegetipps für Konsumenten
Die Azalee ist recht durstig. Die Pflanze muss regelmäßig reichlich gegossen werden oder der Topfballen der Pflanze in einen Eimer mit Wasser tauchen bis er vollständig mit Wasser gesättigt ist. Für Pflanzen, mit großem Feuchtigkeitsbedarf sind spezielle Töpfe erhältlich, die die Pflanze aus einem Wasserreservoir mit Feuchtigkeit versorgen.
Die Pflanze verträgt Wärme nicht besonders gut, dadurch wird sie schlapp. Vermeiden Sie aus diesem Grund einen Standort in der grellen Sonne oder die Nähe einer Wärmequelle. Azaleen stehen am besten an einem kühlen, hellen Standort.
Um eine reiche Blüte zu entwickeln, muss die Pflanze alle zwei Wochen gedüngt werden. Wird die Pflanze in einen größeren Topf umgepflanzt, ist es wichtig, Topferde mit niedrigem pH-Wert zu verwenden, speziell für säureliebende Pflanzen.
Ist die Azalee als Zimmerpflanze zu groß geworden, kann sie nach der Blüte an einen schattigen Standort mit saurem und feuchtigkeitsspeicherndem Boden ausgepflanzt werden. Überwintern kann die Azalee am besten in einem Gewächshaus oder einem Schuppen, der vor Regen, Wind und Kälte schützt.
Besprühen Sie die Pflanze mit Wasser solange sie knospig ist. Wenn sich die Knospen öffnen, nicht mehr sprühen.

Die Geschichte hinter den edlen Orchideen
Ehre wem Ehre gebührt, in der Familie der Orchideengewächse ist die Phalaenopsis der Vorreiter gewesen, der die große Öffentlichkeit mit der exotischen Schönheit der Orchideen vertraut gemacht hat. Diese Pflanzenfamilie zählt aber noch viele weitere wunderschöne Blühpflanzen, die ebenso unkompliziert im Umgang sind und bestimmt so charismatisch. Diese exklusiven, unentdeckten Schätze verdienen es bekannter zu werden, schon weil sie so ausgezeichnet zu den aktuellen Wohntrends passen, bei denen das Geheimnisvolle und überirdisch schöne Formen eine Rolle spielen.

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Herkunft der Orchideen
Orchideen sind krautige, ausdauernde Pflanzen und kommen fast überall auf der Welt in freier Natur vor, sowohl in wärmeren als auch in kühleren Gebieten, 85 Prozent der Arten stammen jedoch aus den Tropen und Subtropen. Die Blüte der Orchidee ist von den anderen Pflanzen leicht zu unterscheiden. Sie setzt sich aus drei Kelchblättern und drei Kronblättern zusammen. Das mittlere Kronblatt weicht in der Form ab, es ist vergrößert und wird darum auch als Lippe bezeichnet. Die Lippe ist eine Art Plattform, über die Insekten leichter das Zentrum der Blüte erreichen können. Im Zentrum befindet sich ein Pollenbündel, auch Stempel genannt. Alle Pflanzen aus der Orchideenfamilie haben den gleichen Blütenaufbau.

Edle Orchideen und ihre Kultur
Gemeinsam bilden die Orchideen eine der größten Pflanzenfamilien. Es sind mehr als 20.000 Arten bekannt und regelmäßig werden immer noch neue entdeckt. In wärmeren Gebieten, wie dem tropischen Regenwald, wachsen Orchideen oft auf Bäumen, Ästen oder auf Zweigen, wo sie Luftwurzeln bilden. Diese Pflanzen werden epiphytische Orchideen genannt. Epiphyten sind Pflanzen, die auf einem Wirt wachsen, ohne dass sie diesem Nährstoffe entziehen. Das bedeutet für die Exemplare in gärtnerischer Kultur, dass sie nur wenig Wasser benötigen und in speziellen, luftdurchlässigen Substratmischungen kultiviert werden. So werden die natürlichen Bedingungen so gut wie möglich nachgeahmt.

Auswahl im Orchideensortiment
Brassia: Brassia stammt aus den subtropischen und tropischen Gebieten Südamerikas. Die meist spitzen Blüten duften und entlang der langen Stiele befinden sich zahlreiche Knospen. Brassia kommt auch mit weniger Licht zurecht. Es sind im Handel mehrere Sorten in verschiedenen Farben erhältlich, u.a. Eternal Wind und Orange Delight

Cattleya: Cattleya wird die Königin der Orchideen genannt. Sie ist auch beliebt als Schnittblume in der Brautfloristik. Die Pflanzen haben große, oft stark duftende Blüten, die 5 bis 15 cm groß sind und die schönsten Farben haben. Die Blüte ist tatsächlich auffälliger als die Blätter, von denen nur wenige vorhanden sind.

Dendrobium nobile: Das Dendrobium-Sortiment wurde in den letzten Jahren stark ausgeweitet. Für die bekannteste Art, Dendrobium nobile, sind aufrechte, vertikale Stiele, die mit Blüten besetzt sind, charakteristisch. Diese Pflanzen stammen aus hochgelegenen, recht kühlen Gegenden. Als Schnittblume ist Dendrobium schon seit Jahren bekannt. Die Pflanzen, die in Bezug auf die Blüte der Art besonders ähneln, sind D. ‘Pink Bunny’ und D. ‘Polar Fire’ Andere Arten sind D. kingianum, eine hübsche buschige Art mit sehr natürlichem Wuchs und D. Yellow Winter Beauty, mit schönen grüngelben Blüten.

Paphiopedilum: Der Frauenschuh ist ein Klassiker im Orchideensortiment. Den Namen verdankt die Pflanze der charakteristischen schuhförmigen Lippe. Die Pflanzen wachsen in der freien Natur auf dem Boden und stammen ursprünglich aus den tropischen Gegenden Asiens und Mittelamerikas. Es gibt zahlreiche Arten, Sorten und Kreuzungen im Sortiment. So gibt es Amerikanische Hybriden, Maudiae-Typen und Multiflowers. Die meisten Pflanzen bilden jedoch nur einen Blütenstiel mit einer einzelnen Blüte.

Zygopetalum: Die Bekanntheit von Zygopetalum im Sortiment nimmt zu. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus Südamerika, wo sie als Epiphyt in freier Natur wächst. Die auffälligen, farbigen Blüten in Dunkelblau, Rot, Violett, Weiß oder Grün verbreiten manchmal einen angenehmen, süßen Duft.

Pflegetipps:
Die Pflege ist abhängig vom Herkunftsgebiet und der Art des Wuchses. Die meisten Arten der edlen Orchideen schätzen jedoch einen Standort mit Zimmertemperatur und ausreichender Helligkeit, aber keine grelle Sonneneinstrahlung.
Orchideen mögen keine stehende Nässe im Wurzelbereich und werden eher in einem Rindensubstrat angeliefert, anstelle von Erde. In beiden Fällen gilt: alle 10 bis 14 Tage tauchen oder eine halbe Stunde in lauwarmes Wasser mit etwas Orchideendünger stellen und anschließend gut abtropfen lassen.
Wenn die Pflanze verwelkt ist, können die vertrockneten Blütentriebe direkt über dem Boden abgeschnitten werden. Steht die Pflanze in der Ruheperiode kühl, kann sie nach einiger Zeit neue Triebe bilden, aus denen sich neue Blütenstiele entwickeln. Die Häufigkeit des Blütenflors variiert je nach Art. So kann Zygopetalum gut 3 Mal im Jahr blühen, während Oncidium erst nach 9-12 Monaten erneut blüht.