Pflanze des Monats

Die Geschichte der Blütenbäume
Zuerst die schönen Obstblüten, dann eine volle Blattkrone und im Sommer und Herbst Früchte: Obstbäume haben viel zu bieten. Apfelbaum (Malus), Pfirsichbaum (Prunus persica) und Zwetschkenbaum (Prunus domestica) passen hervorragend zu dem wachsenden Bedürfnis der Konsumenten, zu wissen, woher ihre Lebensmittel stammen. Dazu kommt die Begeisterung für das Ernten von Obst im eigenen Garten. Es ist auch ein lehrreiches und schönes Erlebnis für Kinder, wenn sie sehen, wie ein Apfel, eine Zwetschke oder ein Pfirsich entsteht. Blühende Obstbäume sind für Gärten mit reichlich Platz zur Anlage eines ganzen Obstgartens erhältlich, aber es gibt auch kompakte, kleine Blütenbäume, die auf eine Terrasse oder den Balkon passen.

bluetenbaumHerkunft
Alle blühenden Bäume wachsen in den gemäßigten Regionen der nördlichen Hemisphäre. Apfel- und Zwetschkenbaum stammen ursprünglich aus Zentralasien – der Pfirsichbaum stammt aus dem Nordwesten Chinas und wurde über die alte Seidenstraße im Westen verbreitet. Jeder einzelne dieser Obstbäume gehört seit Jahrhunderten zum Lebensumfeld der Menschen in Eurasien, und die Früchte sind schon ebenso lang Teil unserer Speisekarte.

Sortiment
Blütenbäume gibt es in vielen verschiedenen Kultursorten. Als Bäume ähneln sie sich sehr: nicht zu hoher Stamm, frühe Blüte, dann eine volle Krone mit spitzen, dunkelgrünen Blättern und schließlich die Früchte. Es gibt Dutzende von Apfel-, Zwetschken- und Pfirsicharten zur Auswahl. Für diejenigen, die nicht genug Platz haben, um einen Obstbaum im Garten zu pflanzen, gibt es auch die Wahl zwischen Spalierobst, Halbstamm, Hochstamm und Terrassenbaum.

Pflegetipps
Blühende Obstbäume stehen gerne in der Sonne und mögen im Laufe des Tages auch mal etwas Halbschatten.
Die Blütenbäume müssen so tief eingepflanzt werden, dass sie fest im Boden stehen. Der Boden sollte so beschaffen sein, dass er Wasser schnell abführt.
Nach dem Pflanzen sollte man den Baum gleich angießen und später dann normal gießen.
Während der Blütezeit und des Wachstums sollte man einmal im Monat organischen Dünger geben; später reicht eine Düngung pro Jahreszeit.
Apfel- und Pfirsichbäume schneidet man im März unmittelbar nach dem Winter und vor der Blüte. Der Zwetschkenbaum wird am besten im Spätsommer nach der Ernte beschnitten.
Blüten und Nachtfrost? Es ist zu empfehlen den Baum bei drohendem Nachtfrost mit Vlies abzudecken. Man kann auch die Blüten mit Wasser besprühen, sodass sie vorübergehend gefrieren. So ist die Wahrscheinlichkeit noch größer, dass später Früchte geerntet werden können.

topflilie191Die Topflilie

Die Geschichte der Lilie
Die Lilie (Lilium) ist ein echter Blickfang im Haus dank der Blüten mit wunderschönen Farben, die manchmal auch duften. Charakteristisch für die Topflilie als Zimmerpflanze sind die langen, gestielten Knospen und die Blätter, die am gesamten Stiel entlang wachsen. Die Farbauswahl bei Topflilien ist groß: von Rot, Gelb, Orange und Pink bis hin zu zweifarbigen Sorten und Pastelltönen.

Herkunft
Die Lilie ist eine krautige Pflanze, die zur Familie der Liliengewächse gehört. Die Pflanze wächst aus einer Zwiebel und zählt mehr als hundert Arten, von denen es die meisten auf der Nordhalbkugel gibt. Die Urform stammt wahrscheinlich aus China. Außerdem wächst die Lilie in Korea, Japan und in Teilen Sibiriens und verbreitete sich über den Kaukasus, den Balkan und die Alpen nach Europa und später nach Amerika. In freier Natur ist die Lilie meist in Waldnähe oder auf Wiesen zu finden.

Pflegetipps
Die Lilie mag viel Licht, aber keine grelle Sonne.
Je kühler die Pflanze steht, desto länger dauert die Blüte an (bis zu 2 bis 3 Wochen).
Regelmäßig gießen. Es ist besser, den Wurzelballen nicht austrocknen zu lassen.
Verwelkte Blüten können einfach entfernt werden.
Nach der reichen Blüte ist der Lebenszyklus der Pflanze beendet, die Zwiebeln können eventuell in den Garten gepflanzt werden.

Zimmerpflanze des Monats

farn191Farne und ihre Geschichte
Von buschig bis feingliedrig, von dunkelgrün bis zu einem silbrigen graugrün: Farne haben viele Formen, und auch ihre Blätter unterscheiden sich deutlich voneinander. Einige sind lockig eingerollt, andere haben mehr Fiederblättchen und einige sind gar nicht unterteilt. Alle Farne zusammen bilden eine attraktive grüne Pflanzengruppe, die dem wachsenden Interesse nach botanischen Elementen und Sammlungen im Haus entgegenkommt. Und sie bieten noch ein besonderes Extra, denn sie helfen, die Luft im Raum zu reinigen.

Herkunft
Farne gehören zu den ältesten Pflanzen der Welt. Es wurden fossile Überreste gefunden, die etwa 420 Millionen Jahre alt sind und für lange Zeit waren (Baum-)Farne die am häufigsten vorkommenden Pflanzen auf der Erdoberfläche. Kohlevorkommen bestehen unter anderem aus abgestorbenen Farnen. Es gibt etwa 10.000 verschiedene Arten, die überall in Gebieten mit feuchtem Klima wachsen. Nur in Wüsten und an Orten, die immer von Schnee bedeckt sind, fehlen Farne in der Landschaft. Die Farne, die als Zimmerpflanzen verwendet werden, stammen aus tropischen und subtropischen Regionen.

Pflegetipps
Farne stehen gern hell, aber nicht in voller Sonne.
Nicht ins Herz der Pflanze, sondern auf die Erde gießen und darauf achten, dass der Wurzelballen immer feucht ist.
Farne gedeihen besonders gut an einem Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie Küche und Bad.
Wenn der Farn in einem Raum mit trockener Luft steht, den Übertopf in eine schöne Schale mit Wasser stellen, das rund um die Pflanze verdunsten kann.
Während der Wachstumsperiode alle 3-4 Wochen düngen.
Farnen gedeihen bei regelmäßigem Besprühen und Einnebeln besonders gut.
Gelbe oder alte Blätter können entfernt werden.

Pflanze des Monats Januar

tulpe19pFrische grüne Blätter, einzigartige Formen und leuchtende Farben: Die Tulpe (Tulipa) ist der ideale Start in das Jahr und perfekt, um sich frühzeitig ein bisschen Frühling ins Haus zu holen. Da die Blumenzwiebeln draußen etwas länger brauchen, um zur Blüte zu kommen, werden Tulpen, die als Schnittblumen angebaut werden, einer speziellen Behandlung unterzogen. Der Gärtner sorgt dafür, dass die Zwiebeln eine künstliche Winterperiode durchlaufen und bringt sie dann ins Gewächshaus. Dort herrschen höhere Temperaturen, sodass für die Tulpenzwiebeln scheinbar der Frühling gekommen ist und sie zu blühen beginnen. Im Gewächshaus werden die Zwiebeln also eigentlich hinters Licht geführt und „vorgetrieben”, damit Floristen und Konsumenten die Frühlingsblumen schon besonders frühzeitig genießen können.

Herkunft
Die Tulpe ist ursprünglich im Iran, in Afghanistan und in Kasachstan heimisch. Nomaden nahmen die Zwiebeln mit in die Türkei, wo die Blume unglaublich populär wurde. Osmanische Sultane trugen eine Tulpe als Symbol an ihrem Turban. So ist die Bezeichnung „Tulpe” vom persischen „tulipan” abgeleitet, was „Turban” bedeutet. Heute werden Tulpen vor allem mit den Niederlanden in Verbindung gebracht, dem größten Lieferanten von Tulpen als Zwiebeln und als Schnittblume.

Pflegetipps
Tulpen wachsen in der Vase weiter, es ist daher wichtig eine Vase auszuwählen, die einen stabilen Stand hat.
Die saubere Vase sollte mit reichlich kaltem Leitungswasser gefüllt werden. Geben Sie dann Schnittblumennahrung dazu.
Es sollten sich keine Blätter im Wasser befinden. Werden überflüssige Blätter entfernt, bleibt das Wasser sauber. Von den Stielenden werden 2-3 cm abgeschnitten.
Die Vase steht am besten an einem kühlen Standort ohne Durchzug, nicht in der Sonne oder neben einer Wärmequelle. Auch die Nähe von Früchten sollte vermieden werden, da Reifegase, das Aufblühen der Blüten beschleunigen.
Tulpen nehmen recht viel Wasser auf, also muss der Wasserstand in der Vase regelmäßig kontrolliert und hin und wieder kaltes Leitungswasser hinzugefügt werden.
Lassen die Tulpen die Köpfe hängen? Dann einfach neu anschneiden, in festes Papier einschlagen und für eine Stunde, aufrecht stehend, Wasser aufnehmen lassen. Danach sind sie wieder fest und stehen gerade in der Vase.

Zimmerpflanze des Monats Dezember

anthurie18pDie Anthurie zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Schön anzuschauen, einfach zu pflegen und eine echte Persönlichkeit im Haus. Mit weißen Hochblättern hat sie eine ruhige Ausstrahlung, während die leuchtenden Sorten einen besonders lebhaften Eindruck hinterlassen. Obwohl der farbige Teil der Pflanze von vielen für die Blüte gehalten wird, handelt es sich eigentlich um ein farbiges Hochblatt. Die Blüten der Anthurie sind nämlich sehr klein und befinden sich alle auf dem Kolben, den das Hochblatt umgibt.

Herkunft
Die Anthurie stammt aus den tropischen Regenwäldern Kolumbiens, Guatemalas und des Amazonasgebietes in Brasilien. Dort wachsen die Pflanze als Epiphyt: das bedeutet, dass sie mit relativ wenigen Wurzeln in und auf Bäumen wachsen, ohne diesen Nährstoffe zu entziehen. Die Pflanze bekommt dort ausreichend Licht, ist aber keiner grellen Sonne ausgesetzt, und sie befindet sich die ganze Zeit über in einer schön warmen Umgebung mit einem hohen Feuchtigkeitsgrad.

Pflegetipps
Anthurien stehen gerne hell, aber besser nicht in voller Sonne.
Halten Sie die Zimmertemperatur bei 18-22°C, die Pflanze darf nicht zu kalt stehen.
Der Topfballen darf nicht austrocknen, aber auch nicht im Wasser stehen.
Regelmäßiges Sprühen ahmt die Bedingungen im tropischen Regenwald mit höherer Luftfeuchtigkeit nach.
Verwelkte Blüten können entfernt werden.
Eine Düngergabe alle drei Wochen hilft der Anthurie lange und reich zu blühen.