Pflanze des Monats

Pflanze des Monats Oktober

Die Begonie, als blühende Variante oder als Blattbegonie, stammt ursprünglich aus den feuchten Urwäldern Asiens, Afrika und Amerika. Es gibt ungefähr 1.000 verschiedene Arten in der Familie der Begoniengewächse. Die Pflanze steht in der Blumensprache für „unsere Liebe wurde entdeckt”.

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Die Begonien-Kultur
1690 nannte Charles Plumier, ein französischer Botaniker und Mönch die Begonie nach seinem Gönner Michel Bégon (1638-1710). Er war Intendant von San Domingo, später Gouverneur von Haiti und ein Förderer der botanischen Wissenschaften.

Sortiment
Das Begonien-Sortiment ist sehr umfangreich. Die am häufigsten vorkommen Pflanzengruppe ist die Begonia Elatior Gruppe. Sie enthält einfache, halbgefüllte und gefüllte blühende Sorten. Andere Begonien-Sorten haben zum Beispiel besonders stark gefüllte Blüten, gewellte Blätter, kleinere Blüten und hängenden Wuchs.

Pflegetipp:
Begonien benötigen im Haus eine hellen Standort, im Garten einen mäßig sonnigen Platz. Der Topfballen sollte nie austrocknen, deshalb muss regelmäßig gegossen werden. Damit die Pflanze lange hält, sollte sie alle drei Wochen gedüngt werden. Es lohnt sich auch die verwelkten Blüten oder alten Blätter vorsichtig zu entfernen. Temperaturschwankungen und Durchzug sollten vermieden werden. Die Nähe von Äthylenquellen wie Gemüse und Obst führt zu Knospenfall.

 

Pflanze des Monats – September

Im September 2015 steht gleich eine ganze Pflanzengruppe als Zimmerpflanze des Monats im Mittelpunkt – die fleischfressenden Pflanzen.

Fleischfressende Pflanzen locken kleine Tiere – meist Insekten – an, fangen sie und verdauen sie ganz langsam. Jede Gattung hat eine ganz eigene Art und Weise, wie sie ihre lebendige Nahrung in die Falle lockt. Es gibt z.B. Pflanzen mit Becherfallen, zuschnappende Fallen, Klebefallen und Saugfallen. Insgesamt über 630 Arten von fleischfressenden Pflanzen.

Die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula) wächst in den Moorgebieten Nord- und Südcarolinas in den Vereinigten Staaten. Sarracenia ist eine Pflanzengruppe, die vor allem im Südosten der Vereinigten Staaten zu finden ist. Nepenthes stammt aus den heißen, feuchten Urwäldern im Fernen Osten um Borneo. Der Sonnentau kommt in vielen Teilen der Welt vor, auch in Europa.

Pflegetipps:
Es ist wichtig für die richtigen Bedingungen zu sorgen, damit fleischfressende Pflanzen gut wachsen können. Die Pflanzen schätzen einen feuchten Boden, haben eine Vorliebe für Regenwasser und benötigen eine hohe Luftfeuchtigkeit. Es ist eine gute Idee, eine Schale mit Wasser unter die Pflanze zu stellen und dafür zu sorgen, dass diese nie leer wird. Außerdem ist ein heller Standort empfehlenswert. Durch Sonnenlicht entwickeln die fleischfressenden Pflanzen ihre attraktive Färbung.

Fleischfressende Pflanzen sollten nicht gedüngt werden, das vertragen sie nicht. Pflanzen aus der Gärtnerei kommen aus einer kontrollierten Umgebung, mit auf die Pflanze abgestimmten Nährstoffen im Boden. So kann die Pflanze gut nur mit Wasser leben (möglichst Regenwasser). Fleischfressende Pflanzen leben in der Natur auch auf nährstoffarmen Böden.fleisch152fleisch151fleisch153

Der Bogenhanf

Sanseveria151Die Zimmerpflanze dieses Sommers ist der Bogenhanf, auch bekannt als Sansevieria. Er ist eine der unkompliziertesten Zimmerpflanzen - die Pflanze hat Wurzelstöcke, aus denen kräftige, schwertförmige Blätter wachsen, die über sukkulente Eigenschaften verfügen. Die Pflanze wird manchmal auch als Schwiegermutterzunge bezeichnet. Es ist die stachelige Spitze oben auf dem Blatt, die für die „scharfe Zungen“ bestimmter Frauen stehen soll.

Die Pflanze stammt ursprünglich aus den Trockengebieten im südlichen Afrika und in Asien, wo sie in den heißen Wüsten überleben muss. Die Sansevierie wurde nach einem Prinz aus dem 18. Jahrhundert benannt: Prinz Raimondo di Sangro aus dem italienischen San Severo. Seit 2004 ist neben der traditionellen Sansevieria trifasciata auch Sanseveria cylindrica im Handel. Die S. cylindrica macht heute 38 Prozent der Bogenhanf-Produktion aus.

 

Pflegetipps
Der Bogenhanf ist leicht zu versorgen.
- Der Topfballen muss mäßig feucht gehalten werden, im Winter trockener.
- Die Pflanze sollte nicht zu nass stehen, sondern eher trocken.
- Kein Wasser in die Blattrosette geben. Durch die ölige Blattoberfläche verträgt der Bogenhanf auch trockene Luft.
- Die Pflanze sollte hell genug stehen, sie verträgt sogar volle Sonne. Sie benötigt im Winter auch keine Ruhephase.
- Der Bogenhanf ist luftreinigend und sorgt für eine bessere Luftfeuchte. Dies verbessert das Raumklima.Sanseveria153Sanseveria154Sanseveria152

Ficus151Die Birkenfeige, auch "Benjamini" genannt ist eine Pflanzenart aus der Familie der Maulbeergewächse. Diese Art ist in Nepal, im nördlichen Indien, in Bangladesch, Burma, südlichen China, von Malaysia bis zu den Salomonen und im nördlichen tropischen Australien beheimatet. Die Sorten dieser Art werden im gesamten Tropengürtel als Zierpflanze an Straßen, in Parks und Gärten angepflanzt.

Der Name Ficus ist das lateinische Wort für Feige.

Die Birkenfeige wächst als immergrüner Strauch oder Baum, der eine Wuchshöhe von 8 Meter oder mehr erreichen kann.

Der Ficus benötigt einen hellen Standort ohne grelle Sonneneinstrahlung. Je heller der Standort, desto mehr Wasser benötigt die Pflanze. Die Pflanze sollte also regelmäßig gegossen werden. Die Pflanze kann im Sommer auch eine Zeitlang draußen stehen, solange die Temperaturen nicht unter 12-15°C sinken. Im Winter weniger gießen und der Pflanze eine Ruhephase bei 12-15°C gönnen. Gelbe, braune oder verwelkte Blätter einfach entfernen. In den lichtärmeren Monaten kann man auch Blätter von der Pflanze schneiden um die Form des Ficus zu erhalten.

 

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Robuster Lufterfrischer

einblatt151Das grün-weiße Einblatt ist in unseren Breiten auch als Spathiphyllum bekannt. Die widerstandsfähige Zimmerpflanze lebt eigentlich in Sumpfgebieten und erfrischt bei uns Zuhause die Luft.

Mit seinen grünen glänzenden Blättern und dem cremig-weißen Hochblatt ist das Einblatt eine echte Bereicherung in jedem Raum. Doch die Zimmerpflanze sieht nicht nur gut aus: die Spathiphyllum reinigt die Luft, sodass sich ihr Besitzer besser fühlt und produktiver wird. Also nehmen Sie einen tiefen Atemzug, sobald Sie sich in der Nähe der großen Blätter befinden!

Königin des Regenwalds
Das Einblatt war einmal die Königin des Regenwaldes in Südamerika. Dort hat es seine Vorliebe für gefiltertes Sonnenlicht und hohe Luftfeuchtigkeit entwickelt. Ihr Einblatt sieht schlapp aus? Dann weist die Pflanze höflich darauf hin, dass sie mehr Wasser benötigt. Kurz nach der Wassergabe werden sich ihre Blätter schon wieder nach oben richten.

Pflegetipps:
- Regelmäßige Wassergaben sind Pflicht, nasse Füße machen ihm nichts aus.
- Die Zimmerpflanze blüht vier bis zehn Wochen und nimmt sich dann für ein paar Wochen eine Auszeit.
- Wenn der weiße Kolben grün wird, kann er entfernt werden. Das erhöht die Chance auf neue Blüten.
- Das Einblatt kann auch in den Sommermonaten nach draußen, sollte jedoch nicht in der vollen Sonne stehen.

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