Pflanze des Monats

Anigozanthos, Gloriosa und Medinilla sind als Tropenschönheiten die Zimmerpflanzen des Monats.

Die Geschichte hinter den Tropenschönheiten
Medinilla ist heimisch in den Bergregionen der Philippinen, weltweit gibt es mehr als 400 Arten, vor allem in Südostasien. Medinilla wächst als Epiphyt auf Bäumen, das bedeutet, dass die Pflanze ihrem Wirt keine Nährstoffe entzieht.
Anigozanthos wächst in freier Natur im Südwesten Australiens. In dieser rauen, trockenen Umgebung gedeiht die Kängurupfote, wie die Pflanze auch genannt wird, mit ihren Blüten, die wie die Pfoten des bekannten Beuteltiers aussehen. Der Name Anigozanthos setzt sich aus den griechischen Worten Anises = ungleich und Anthos = Blüte zusammen.
Gloriosa ist heimisch in Indien und im zentralen bis zum südlichen Teil Afrikas, wo sie als Kletterpflanze wächst. Heute kommt die Pflanze im gesamten Tropengürtel vor. Die unterirdischen, knollenförmigen Wurzelstöcke sind länglich und haben Augen, aus denen Ausläufer wachsen. „Gloriosus“ bedeutet ruhmreich und das strahlt diese prächtige, auffallende Pflanze in alle Richtungen aus.

Pflegetipps:
Medinilla benötigt einen hellen Standort, in den Wintermonaten kann die Pflanze sogar direktes Sonnenlicht vertragen. Die Pflanze mäßig gießen, der Boden darf zwischen dem Gießen ruhig ein wenig eintrocknen. Die ideale Temperatur liegt zwischen 17 und 25°C.
Anigozanthos liebt einen warmen, sonnigen nicht allzu nassen Standort im Zimmer oder draußen. Durch ihre Herkunft, wo gut durchlässige Böden vorherrschen, verträgt die Zimmerpflanze keinen nassen Topfballen. Darum nur sehr mäßig gießen und die Temperatur um die 20°C halten.
Gloriosa kann drinnen und draußen gehalten werden. Die Temperaturen sollten dann allerdings über 18°C liegen. Ein geschützter und heller Standort ist wichtig. Mit regelmäßigem Gießen, dem Vermeiden von Staunässe und wöchentlicher Düngung wird Gloriosa bis in den Herbst überschwänglich blühen.

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Der Zwergpfeffer
Äußerst dekorativ, mit einer tollen Wirkung – als auffällige Solistin oder glänzend in der Gesellschaft anderer Zwergpfefferarten.

zwergpfefferpageDie Geschichte des Zwergpfeffers
Der Zwergpfeffer ist eine Gattung, die zu der Familie der Pfeffergewächse zählt. Sie ist eine Verwandte des Pfeffers, daher ihr Name „dem Pfeffer gleichend”. Es handelt sich um eine große Pflanzenfamilie mit mehr als 1500 Arten, von denen die meisten aus den tropischen Regenwäldern Zentral- und Südamerikas stammen. Oft sind es krautige Pflanzen, Sträucher oder Kletterpflanzen mit nicht besonders spektakulären Blüten. Diese haben meist die Form einer Ähre und sehen aus wie ein kleines Pflänzchen. Bei Zwergpfeffer geht es vor allem um die dekorativen Blattformen, -farben und -zeichnungen. Die Pflanzen haben teils sukkulente Eigenschaften, das bedeutet, sie können in ihren fleischigen Stielen oder Blättern Wasser speichern, um in Zeiten mit Wassermangel darauf zugreifen zu können.

Auswahl Zwergpfeffer-Sortiment
Das Zwergpfeffer-Sortiment ist sehr umfangreich und vielfältig. Es gibt reichlich Auswahl bei Blattfarben und -formen. Die am häufigsten vorkommende Art ist Peperomia obtusifolia, mit stumpfen, runden, fleischigen Blättern. Es gibt verschiedenen Sorten in grün und mit bunten Farben wie 'Green’ oder 'Green Gold’. Andere Arten und Sorten sind: P. rotundifolia mit runden, grünen Blättern, P. clusiifolia mit dickfleischigen, runden Blättern und P. caperata mit leicht gerippten Blättern.

Pflegetipps
Zwergpfeffer benötigen wenig Pflege. Der Standort sollte möglichst hell sein aber nicht in der vollen Sonne. Auch hier gilt die Regel: „Je bunter das Laub, desto heller muss die Pflanze stehen”. Im Frühjahr und Sommer kann der Zwergpfeffer sowohl im Haus als auch draußen stehen, wenn die Temperaturen nicht mehr unter 12 - 15°C sinken. Große Temperaturschwankungen und Zugluft sind zu vermeiden. Durch das fleischige Blatt benötigen die Pflanzen nicht viel Wasser, einmal wöchentlich gießen reicht aus. Es sollte sich keine stehende Nässe im Wurzelbereich bilden. Damit die Pflanzen lange schön bleiben, ist es empfehlenswert, alle 4 Wochen zu düngen.

weisspageGardenia, Jasminum (Jasmin) und Stephanotis blühen alle mit weißen, spektakulären Blüten und haben jede für sich einen typischen, unwiderstehlichen Duft. Die weiße Blütenfärbung dieses besonderen Trios steht für Reinheit, Klarheit, Einfachheit, Unschuld, Wahrheit, Vollkommenheit, Gelassenheit und natürliche Liebe.

Herkunft von Jasmin, Gardenie und Stephanotis
Die Gardenie wächst in Asien, unter anderem in Südchina, Indien und Japan. Die weiße Gardenie ist das Symbol der geheimen Liebe und ein Kompliment für die Schönheit eines Menschen. Der Jasmin stammt ursprünglich aus dem Himalaya-Gebirge und den gemäßigten Regionen Chinas. In vielen Kulturen gilt Jasmin als Nationalblume und hat eine Reihe regional verbreiteter Namen wie „Jungfrau von Orléans“ oder „Schöne aus Indien“.
Die Stephanotis stammt ursprünglich aus Madagaskar. Mit ihren grünen, glänzenden Blättern und den duftenden wachsähnlichen, rein weißen, röhrenförmigen Blüten ist diese kletternde und schlingende Pflanze der Klassiker im Sortiment.

Pflegetipps
Jasmin, Gardenie und Stephanotis mögen es gern hell, aber keine grelle Sonne. Gardenie und Jasmin können während der frostfreien Monate auch im Garten oder auf der Terrasse stehen. Den Topfballen nicht austrocknen lassen, aber auch stehende Nässe vermeiden. Während der Blühphase die verwelkten Blüten regelmäßig entfernen, alle zwei Wochen die Pflanzen düngen, das sorgt für eine reiche und lang anhaltende Blüte. Sind die Pflanzen verblüht, können sie in der nächsten Saison ganz einfach wieder zur Blüte gebracht werden. Gönnen Sie Gardenia und Stephanotis eine kühle Ruhephase (12°C) in den lichtarmen Monaten, in der weniger gegossen und nicht gedüngt wird. Im Frühjahr werden sich dann wieder neue Knospen entwickeln, wenn die Tageslänge wieder mehr als 12 Stunden beträgt. Nur der Jasmin blüht gerade bei niedrigeren Temperaturen um die 12°C richtig schön.

Die Mythologie rund um die Narzisse:
Der Name der Narzisse, offiziell Narcissus, ist abgeleitet von Narkissos, einem bildschönen Jüngling aus der griechischen Mythologie. Er erwiderte die Gefühle der Nymphe Echo nicht und ging, statt mit ihr zu flirten, lieber jagen. Dafür strafte ihn Nemesis, die Göttin der Rache. Als Narkissos nach großer Anstrengung an einem klaren Bach niederkniete, sah er sein eigenes, wunderschönes Spiegelbild, das ihn so beeindruckte, dass er tagelang selbstverliebt ins Wasser auf sein Gegenüber starte. Letztendlich viel er vor lauter Erschöpfung vornüber und ertrank. An gleicher Stelle erblühte eine Blume, mit der gleichen Schönheit wie der des jungen Mannes, die auch ein wenig nach unten zu schauen scheint. Auch der Begriff des Narzissmus, der allzu großen Eigenliebe, basiert auf dieser Geschichte.

Herkunft:
Narzissen wachsen in der freien Natur auf Wiesen, in Wäldern und an felsigen Standorten. Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet umfasst ganz Westeuropa, es handelt sich um eine häufig vorkommende Pflanze, die in unseren Breiten heimisch ist.

Pflegetipps:
Narzissen im Topf sind wunderschöne Frühlingsboten, die – wenn man die Pflanzen gut versorgt – lange Freude schenken können. Damit sie so lange wie möglich blüht, steht diese Pflanze im Haus am besten an einem kühlen Ort. Im Garten stellt sie kaum Ansprüche, sie kann im Schatten und in der Sonne stehen. Sogar bei winterlichen Bedingungen kann die Narzisse Balkon und Terrasse schmücken. Regelmäßig gießen und den Topfballen nicht austrocknen lassen. Es muss nicht gedüngt werden, die Zwiebel beinhalten ausreichend Nährstoffe für die Pflanzenentwicklung.

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Diese Pflanzen, die so unvergleichlich für Atmosphäre sorgen können, haben regelmäßig ihren großen Auftritt in Wohnzeitschriften und werden beim großen Publikum immer beliebter. Noch mehr Gründe also, den Pflanzen in diesem Monat zusätzliche Aufmerksamkeit zu schenken.

Zimmerbäume und ihre Geschichte
Produkte mit Stamm gibt es in vielen Größen und Formen. Von kurzen und dünnen bis hin zu dicken und langen und von eigenwillig geformten bis zu schlanken, geraden Stämmen. Die Pflanzen sind dekorative und luftreinigende kleine Bäume für das Wohnzimmer. Durch die sukkulenten Eigenschaften des Stammes können sie Wasser speichern, um wie in freier Natur Trockenphasen zu überstehen.

Pflegetipps
Je bunter die Pflanze, desto heller muss der Standort sein. Wenn ein Blatt mehr Blattgrün enthält, kommt die Pflanze auch mit weniger Licht zurecht. Blattpflanzen mögen kein direktes Sonnenlicht, dieses kann das Blatt verbrennen.
Je größer und dicker der Stamm, desto leichter ist die Pflanze zu pflegen. Der Stamm speichert Wasser, zu viel Feuchtigkeit kann sogar zu Stammfäule führen. Im Allgemeinen gilt: Regelmäßig mit Wasser in Zimmertemperatur gießen, dabei jedoch vermeiden, dass die Pflanze im Wasser steht. Im Frühjahr und Sommer verträgt die Pflanze auch eine Dusche, zum Beispiel in Form eines Regengusses – wenn man sie kurz nach draußen stellt. So etwas geschieht in der Natur schließlich auch.
Werden Blätter gelb oder hässlich, lässt man sie eintrocknen und entfernt sie anschließend. Wenn ein Zimmerbaum zu hoch geworden ist oder nicht mehr gut aussieht, kann er beschnitten werden, am besten in den lichtarmen Monaten. Wenn sie „liebevoll vernachlässigt” werden, kann es vorkommen, dass die Pflanzen manchmal auch blühen.

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