Zimmerpflanzen des Monats August 2019

fleisch191Sie bieten eine ungewöhnliche Optik, extravagante Formen und eine gute Geschichte: Fleischfressende Pflanzen ziehen mit ihrem bunten und skurrilen Aussehen Spinnen und Insekten an. Sie fangen und verdauen die kleinen Tierchen, um sich von ihnen zu ernähren. Die bekanntesten fleischfressenden Pflanzen sind Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), Schlauchpflanze (Sarracenia), Sonnentau (Drosera) und Kannenpflanze (Nepenthes). Ihre Jagdtechniken unterscheiden sich voneinander: Die Venusfliegenfalle verwendet Fangblätter, die sich blitzschnell schließen. Beim Sonnentau klebt die Beute an den Tentakeln der Blätter fest. Ebenfalls genial: Die Blätter von Sarracenia bilden einen Schlauch, in dem die Insekten gefangen werden. Bei Nepenthes bilden sich ebenfalls Gefäße aus. Bei dieser Pflanze sind es Kannen, die an den Enden der Blätter herabhängen.

Herkunft
In der freien Natur wachsen fleischfressende Pflanzen in relativ feuchten Gebieten mit stickstoffarmen Böden, beispielsweise in Sümpfen und Mooren. Die Kannenpflanze stammt aus Südostasien, Venusfliegenfalle und Schlauchpflanze aus Nordamerika, und den Sonnentau findet man auf allen Kontinenten außer der Antarktis.

Pflegetipps
Die meisten fleischfressenden Pflanzen mögen volles Sonnenlicht.
Imitiere eine sumpfige Umgebung: Die Pflanzen gedeihen auf saurer, feuchter Blumenerde.
Fleischfressende Pflanzen bevorzugen Regenwasser, destilliertes Wasser oder weiches Leitungswasser. In Region mit hartem Wasser: Wasser abkochen, abkühlen lassen, fertig.
Die Pflanzen brauchen keinen Dünger, sie fangen sich ihre eigene Nahrung.
Abgestorbene braune Blätter und Kelche sollten entfernt werden, um Pilzbefall zu verhindern.
Fleischfressende Pflanze sollten nach ca. einem Jahr (im Frühjahr) umgetopft werden.
Fleischfressende Pflanzen nicht mit Fleischstückchenfüttern, davon verfaulen die Fallen.
Im Winter verkümmern die Fallen der Pflanzen. Keine Panik, sie werden sich im Frühjahr neu bilden.