Pflanze des Monats

Der August ist kein Monat, in dem man viel Zeit in den Garten investiert. Viele Menschen machen Urlaub, oft ist es sehr heiß und wenn man zu Hause bleibt, hat man meist keine Lust auf intensive Gartenarbeit. Daher liegt der Fokus in diesem Monat auf Pflanzen, die auch bei hohen Temperaturen sehr gut allein zurechtkommen: Agave, Eukalyptus, Aeonium und Dickblatt (Crassula).

sorgenfrei191Agave, Aeonium und Crassula sind Sukkulenten oder Fettpflanzen, die Feuchtigkeit in ihren Blättern speichern, der Eukalyptus kann durch seine ölspeichernden Eigenschaften und einer Wachsschicht auf den Blättern Hitze und Trockenheit widerstehen. Gemeinsam geben sie ein schönes grüngraues Bild ab, das die Atmosphäre eines sonnendurchfluteten Sommers vermittelt. Das passt besser zu „den Garten genießen” als zu „im Garten arbeiten”.

Herkunft
Die Agave wächst in Mittel- und Nordamerika, der Eukalyptus stammt aus Australien, das Dickblatt aus Südafrika und Aeonium ist auf den Kanarischen Inseln heimisch.

Pflegetipps
Pflanzen für einen sorgenfreien Sommer vertragen alle einen Standort in voller Sonne.
Der Boden muss gut wasserdurchlässig sein, unter den Töpfen sollte besser kein Untersetzer stehen.
Sparsam gießen, der Wurzelballen darf zwischen dem Gießen immer trocknen.
Agave, Aeonium und Crassula ziehen es vor, drinnen zu überwintern, der Eukalyptus kann ein paar Grad Frost vertragen.

Zimmerpflanzen des Monats August 2019

fleisch191Sie bieten eine ungewöhnliche Optik, extravagante Formen und eine gute Geschichte: Fleischfressende Pflanzen ziehen mit ihrem bunten und skurrilen Aussehen Spinnen und Insekten an. Sie fangen und verdauen die kleinen Tierchen, um sich von ihnen zu ernähren. Die bekanntesten fleischfressenden Pflanzen sind Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), Schlauchpflanze (Sarracenia), Sonnentau (Drosera) und Kannenpflanze (Nepenthes). Ihre Jagdtechniken unterscheiden sich voneinander: Die Venusfliegenfalle verwendet Fangblätter, die sich blitzschnell schließen. Beim Sonnentau klebt die Beute an den Tentakeln der Blätter fest. Ebenfalls genial: Die Blätter von Sarracenia bilden einen Schlauch, in dem die Insekten gefangen werden. Bei Nepenthes bilden sich ebenfalls Gefäße aus. Bei dieser Pflanze sind es Kannen, die an den Enden der Blätter herabhängen.

Herkunft
In der freien Natur wachsen fleischfressende Pflanzen in relativ feuchten Gebieten mit stickstoffarmen Böden, beispielsweise in Sümpfen und Mooren. Die Kannenpflanze stammt aus Südostasien, Venusfliegenfalle und Schlauchpflanze aus Nordamerika, und den Sonnentau findet man auf allen Kontinenten außer der Antarktis.

Pflegetipps
Die meisten fleischfressenden Pflanzen mögen volles Sonnenlicht.
Imitiere eine sumpfige Umgebung: Die Pflanzen gedeihen auf saurer, feuchter Blumenerde.
Fleischfressende Pflanzen bevorzugen Regenwasser, destilliertes Wasser oder weiches Leitungswasser. In Region mit hartem Wasser: Wasser abkochen, abkühlen lassen, fertig.
Die Pflanzen brauchen keinen Dünger, sie fangen sich ihre eigene Nahrung.
Abgestorbene braune Blätter und Kelche sollten entfernt werden, um Pilzbefall zu verhindern.
Fleischfressende Pflanze sollten nach ca. einem Jahr (im Frühjahr) umgetopft werden.
Fleischfressende Pflanzen nicht mit Fleischstückchenfüttern, davon verfaulen die Fallen.
Im Winter verkümmern die Fallen der Pflanzen. Keine Panik, sie werden sich im Frühjahr neu bilden.

Gartenpflanzen des Monats Juli 2019

Es macht nicht nur Freude einen grünen Garten anzusehen, hindurchzulaufen und darin zu entspannen, ein grüner Garten ist auch ein Paradies für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten. Für sie ist ein blühender Garten ein Süßwarenladen, zumal intensive Landwirtschaft und immer mehr zugepflasterte Gärten dazu führen, dass sie weniger Nahrung finden. Dies macht die Tierpopulationen verletzlich, sie sind jedoch für die Bestäubung von Blumen und Pflanzen von großer Bedeutung. Ein grüner Garten mit bienenfreundlichen Pflanzen, den Bienenfreunden, hilft die Nahrungsknappheit zu lindern und durch das ganze Summen, Flattern und Gewirr sorgen Bienen auch für viel Lebendigkeit. Die Bienenfreunde sind eine Ergänzung zum vorhandenen Pflanzenwuchs der Umgebung und tragen zu einem gesunden Biotop in der eigenen Nachbarschaft bei.

bienenfreunde191Herkunft
Bienenfreunde wachsen in freier Natur in allen Regionen der Welt. Schafgarbe und Anemone sind auf der Nordhalbkugel zu finden, die Duftnessel stammt aus Nordamerika, wächst aber auch in China und Japan. Stockrosen stammen aus Ländern des östlichen Mittelmeeres und die Große Sterndolde strahlt in den Gebirgsregionen vom Kaukasus bis in die Pyrenäen.

Die Schafgarbe (Achilla): Flache doldenförmige Blütenstände in Weiß, Gelb, Rosa und Violett, die sich wunderschön im Wind wiegen. Die Blüten riechen ein wenig nach Kamille. Die häufigsten Arten sind Achilla filipendulina mit gelben runden Blütenschirmen und Achillea millefolium, die in unterschiedlichen Kultursorten in vielen verschiedenen Farben erhältlich ist. Beide Arten haben stark eingeschnittene, fedrige Blätter.

Die Duftnessel (Agastache): Schmeckt nach Anis, riecht nach Lakritz und blüht mit schönen, oft violett-blauen Ähren voller kleiner Einzelblüten. Sie wecken nicht nur den Appetit der Insekten, im Herbst sind sie auch für Vögel unwiderstehlich. Es gibt auch Sorten in Orange und Rot.

Die Stockrose (Alcea): Majestätisch mit einer Länge bis zu 2-3 Metern und riesigen Blüten in Weiß, Pastelltönen oder in Rot: Das ist die Bienenfreundin, die eine Mauer oder einen Zaun in ein Insekten-Resort verwandelt. Erhältlich mit einfachen oder gefüllten Blüten.

Die Große Sterndolde (Astrantia): Eine der schönsten Sommerblumen überhaupt, die aussieht wie ein blühendes Nadelkissen, umgeben von einem strahlenden Stern. Das Ganze in Rot, Rosa oder Weiß – kein Wunder, dass Hummel & Co diese Blume lieben.

Die Anemone: Schöne Blüten in Weiß, Rosa, Lila und Violett mit einem noch schöneren Herzen in Grün, Gelb oder theatralischem Schwarz, mit dieser Bienenfreundin wird die Gestaltung des Gartens noch aufregender.

Pflegetipps
Die Stockrose steht gerne an einer Wand oder einem Zaun in der Sonne. Die anderen Bienenfreunde bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort.

Schafgarbe und Große Sterndolde lieben wasserdurchlässige Böden, während die anderen Pflanzen leicht feuchte Böden schätzen.

Mit Ausnahme der Duftnessel sollten alle bienenfreundlichen Pflanzen in der Wachstums- und Blühphase zusätzlich gedüngt werden.

Das Abpflücken oder Abschneiden verwelkter Blüten hält die Pflanzen schön und sorgt dafür, dass die Bienenfreunde ihre Energie in die Bildung weiterer Blüten investieren können.

Alle Bienenfreunde sind winterharte Stauden, die man jahrelang genießen kann. Im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab, im Boden legt die Pflanze eine Ruhephase ein.

Lässt man im Winter das verwelkte Laub an der Pflanze, ist sie vor Kälte geschützt. Außerdem sieht es gut aus, wenn die verbliebenen Pflanzenteile von Reif oder Schnee bedeckt sind. Ende Februar alles Oberirdische entfernen und die Pflanzen treiben im Frühjahr wieder aus.

Nach einigen Jahren kann man die Pflanzen eventuell teilen, um sie jung und kräftig zu halten.

Gartenpflanze des Monats Juni


geisblattKletter-, Rank- und Spalierpflanzen sind aktuell sehr beliebt, da sie in die Höhe wachsen und in kleineren Gärten nicht viel Platz einnehmen. Das Geißblatt (botanischer Name: Lonicera) ist eine dieser Pflanzen. Es hat die zurzeit so beliebte botanische, natürliche Ausstrahlung, kombiniert mit einer reichen Blüte. Dabei benötigt die Pflanze nur eine relativ bescheidene Fläche, verbunden mit dem Talent, in die Höhe zu klettern und an einem Zaun, einer Pergola oder einer Regenrinne entlang zu ranken. Die Blüten riechen köstlich, dabei wird der Duft besonders am Abend freigesetzt und zieht dann Nachtfalter wie die Gammaeule und Taubenschwänzchen an. Tagsüber locken die Blüten Bienen und Hummeln, sodass die Pflanze eine echte Bereicherung für die Natur im Garten und die unmittelbare Umgebung darstellt.

Herkunft
Das Geißblatt gehört zur Familie der Geißblattgewächse und wächst hauptsächlich auf der nördlichen Hemisphäre. Es gibt etwa 180 bekannte Arten, von denen 100 in China vorkommen, wo der Pflanze viele Gedichte gewidmet sind. Neben den für den Garten kultivierten Sorten, wächst das Geißblatt auch in freier Natur, vor allem am Rand lichter Wälder, wo es viel Sonne abbekommen kann. Die Pflanze ist den Menschen seit Jahrhunderten bekannt: die robusten, flexiblen Ranken wurden bereits in der Bronzezeit zur Herstellung von Seilen verwendet.

Pflegetipps
• Das Geißblatt steht gerne an einem Ort, an dem die Wurzeln kühl bleiben und der blühende oberirdische Teil sonnig steht. Je mehr Sonne, desto mehr Blüten!

• Da die Pflanze sich leicht um andere Pflanzen herumwickelt, ist es sinnvoll, auch über Nachbarpflanzen nachzudenken. Wird ein vertikaler grüner Teppich gewünscht oder ein luftiger aufgebauter Garten? Sollte Letzteres der Fall sein, benötigt das Geißblatt genug Platz zur Entfaltung.

• Der Boden sollte immer etwas feucht sein. Um die Wurzeln kühl zu halten und das verdunsten des Wassers einzuschränken, kann man schöne Steine rund um den Stamm legen. Auch der Schatten eines niedrigen Strauches, der vor das Geißblatt gepflanzt wird, hält die Wurzeln kühler.

• In der Wachstumsperiode (März bis Mai) einmal im Monat düngen, das hält die Blütenbildung in Gang.

• Ein Schnitt ist nicht notwendig, aber er schadet nicht. Die Pflanze treibt einfach wieder aus.

Zimmerpflanze des Monats Juni

sonnenblume10pDie Geschichte der Sonnenblume
Sonnenblume wächst als Zimmerpflanze nicht so hoch wie die Gartenblume, aber sie hat auch diese einzigartigen, fröhlichen, leuchtend gelben Blüten und das dunkle Herz einer echten Sonnenblume mit den schönen dunkelgrünen Blättern darunter. Sie ist die perfekte Gesellschaft auf einer Kommode, dem (Garten-)Tisch, dem Arbeitstisch oder wo auch immer man im Haus eine sommerliche Stimmung verbreiten möchte. Ein paar dieser Pflanzen - in einem Kasten oder in einer Gruppe zusammengestellt - vermitteln uns das Gefühl eines blühenden Feldes. Ein Hauch Lila oder Violett passt dazu, um das ganze Gelb optisch etwas abzukühlen.

Herkunft
Die Sonnenblume (ihr botanischer Name lautet Helianthus) wächst in Nord- und Südamerika, aber sie gedeiht auch ausgezeichnet in Europa und anderen Gebieten mit gemäßigten Klimabedingungen. Es ist eine einjährige Pflanze mit enormer Wuchskraft. Aus einem Sonnenblumenkern kann in wenigen Monaten eine prächtige gelbe Sonnenblume heranwachsen.

Pflegetipps
Die Sonnenblume liebt - wie der Name schon sagt - die Sonne und kann viel Licht vertragen.
Die Pflanze braucht viel Wasser, der Wurzelballen kann immer etwas feucht sein.
Bei mehrblütigen Sonnenblumen können verwelkte Blüten einfach entfernt werden, dann haben neue Knospen mehr Platz.
Einmal in der Woche hält ein wenig Dünger die Blüte gut in Form.