Pflanze des Monats

Zimmerpflanzen des Monats Oktober


erfrischendpageBeim Thema (luft-)erfrischende Zimmerpflanze dreht sich alles um Pflanzen mit luftreinigenden Eigenschaften, die das Raumklima deutlich verbessern. Untersuchungen der NASA haben gezeigt, dass einige Pflanzen schädliche Stoffe aufnehmen und über ihre Wurzeln an den Boden abgeben. Außerdem spenden sie tagsüber Sauerstoff und helfen die Luftfeuchtigkeit im Haus zu regulieren. Die Zimmerpflanzen des Monats Oktober sind Spitzenreiter in der Kategorie der natürlichen Lufterfrischer: Einblatt, Schwertfarn und Efeu.

Herkunft:
Efeu (Hedera) gehört zur Familie der Araliengewächse (Araliaceae) und wächst auf Felsen und Bäumen in Asien, Europa und Nordafrika. Die Pflanze ist in der Lage 25 bis 30 Meter hoch zu klettern und entwickelt sich vor allem in kühlen Gegenden ausgezeichnet. Der botanische Name „Hedera” bedeutet so viel wie „festklammern“ und ist ein Hinweis aus die Haftwurzeln der Pflanze, mit denen sie sich beim Klettern festhält. Efeu ist ein Symbol für ewiges Leben, da die Pflanze immergrün ist.

Der Schwertfarn (Nephrolepis) gehört zur Pflanzenfamilie der echten Farne, prächtige Blattpflanzen mit sehr unterschiedlichen Erscheinungsformen, die bereits seit dem Devoon (als vor rund 400-350 Millionen Jahren) auf der Erde vorkamen. Nephrolepis ist weltweit in den tropischen Regenwäldern zu finden. Die buschigen Pflanzen, mit den gefiederten Blättern, punkten mit den besten luftreinigenden Eigenschaften.

Das Einblatt (Spathiphyllum) stammt aus den tropischen Regenwäldern Kolumbiens und Venezuelas und ist eine Pflanze, in die man sich gleich verliebt: zarte grüne Blätter, weiße Hochblätter, die eine blühende Ähre umgeben, und darüber hinaus ein interaktiver Charakter. Wenn das Einblatt zu trocken steht, lässt es seine Blätter hängen, um sie nach dem Gießen innerhalb von wenigen Stunden wieder aufzurichten.

Pflegetipps:
Efeu steht gern kühl und hell, aber nicht in grellem Sonnenlicht. Je größer der Weißanteil im Blatt, desto mehr Licht benötigt die Pflanze, je mehr Blattgrün vorhanden ist, desto weniger. Der Topfballen darf nicht austrocken, die Wurzeln sollten aber auch nicht im Wasser stehen. Alle zwei Monate werden die Pflanzen gedüngt, ab und zu unter die Dusche gestellt oder mit einer Pflanzenspritze eingesprüht. Alte Blätter entfernen, die Ranken können problemlos zurückgeschnitten werden. Efeu verträgt keine trockene Luft, diese kann Spinnmilbenbefall begünstigen. Die Pflanze also nicht über einem Heizkörper aufstellen.

Der Schwertfarn bevorzugt einen Standort mit einer Temperatur über 12°C, an dem es halbschattig bis hell ist. Die Pflanzen vertragen kein direktes Sonnenlicht oder die trockene Luft über einem Heizkörper. Der Topfballen sollte nicht austrocken, gegossen wird direkt auf den Boden nicht ins Herz der Pflanze. Dabei ist Regenwasser zu bevorzugen, denn Farne vertragen weder Kalk noch Salz. Während der Wachstumsphase können die Pflanzen alle 3 – 4 Wochen gedüngt werden.

Das Einblatt steht gern hell an einem Ort mit mindestens 12°C, an dem es keiner vollen Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Der Topfballen darf nicht austrocken, die Pflanze zeigt an, wenn ihr Wasser fehlt, dann schlappen ihre Blätter. Am besten die Blätter regelmäßig mit lauwarmem Wasser besprühen, einmal im Monat etwas düngen und verwelkte Blütenstände entfernen.

Zimmerpflanze des Monats September

Das Pfeilblatt, auch bekannt als Alokasie, hat große, hübsch gezeichnete Blätter. Ungeachtet der Tatsache, dass es sich um eine stattliche Erscheinung handelt, sieht die Pflanze dennoch locker und stilvoll aus, was sie ihren hohen, glatten Stielen verdankt, die sich aus einer Knolle entwickeln.
Die Stiele können unifarben sein, aber auch Tigerstreifen haben und die Blätter sind einfach sensationell. Es gibt eine Art, deren Blätter einer afrikanischen Maske ähneln, eine mit welligen Blatträndern und eine, die auch als Skelettpflanze bezeichnet wird, da sich die Blattnerven deutlich abzeichnen. Die Blüte (in Form eine Ähre) ist bei dieser Zimmerpflanze nicht sehr beeindruckend, umso mehr ist es das dekorative Grün.

pfeilblattpageHerkunft
Das Pfeilblatt gehört zur Familie der Aronstabgewächse und wächst in den tropischen Regenwäldern Südostasiens. Vor allem auf Borneo kommt sie häufig vor und kann dort gut vier Meter hoch werden. Es sind 79 Arten bekannt. Rund um den Äquator wird die Pflanze seit Tausenden von Jahren als Nahrungsmittel kultiviert. Aus der Urversion wurden dekorative Pflanzen gezüchtet, die nicht essbar sind, aber optisch besonders attraktiv. Die Alokasie eroberte in den 50er-Jahren das Wohnzimmer und hat eine hübsche Vintage-Ausstrahlung.

Pflegetipps
Das Pfeilblatt kommt ursprünglich im tropischen Regenwald vor. Solch warme, feuchte Bedingungen wünscht sich die Pflanze auch im Haus.
Geeignet ist ein heller aber nicht vollsonniger Standort, um Blattverbrennungen zu verhindern.
Eine Zimmertemperatur von 18-22°C ist ideal, die Pflanze darf keinesfalls zu kalt stehen.
Regelmäßig mit Wasser in Zimmertemperatur gießen, den Topfballen nicht austrocknen lassen.
Das Pfeilblatt genießt es, mit einer Pflanzenspritze besprüht zu werden. Ebenso gut ist eine kurze Dusche oder ein Sommerregen im Freien.
Während der Wachstumsperiode zweimal im Monat düngen, während der winterlichen Ruhephase nur einmal monatlich.

 

Zimmerpflanze des Monats August 2017

Urstark, mit kräftigen Formen und unkompliziert im Umgang: Die Aloe (botanisch Aloe vera) hat graugrüne, kräftige Blätter, die 40-50 cm lang werden und spitz zulaufen. Sie bilden eine Rosette aus der sich ein Blütenstand entwickelt, der fast 100 Zentimeter Höhe erreichen kann.

aloe17Die Blätter haben gezahnte Ränder. Die Aloe ist eine Pflanze, die hervorragend selbst zurechtkommt, denn sie speichert Nährstoffe und Wasser in den Blättern, um trockene Perioden zu überstehen. Die Zimmerpflanze blüht im Sommer und hilft die Luft im Haus zu reinigen.

Herkunft
Aloe vera ist eine Fettpflanze aus der Familie der Affodillgewächse und wächst bereits seit Millionen Jahren auf der Arabischen Halbinsel. Es gibt rund 300 Arten. Der Name stammt aus dem Arabischen „Alloeh“ bedeutet „glänzend, bitterer Stoff“. Ein Hinweis auf die kühlende, gelartige Flüssigkeit in den Blättern der Pflanze. „Vera“ bedeutet so viel wie „die einzig Wahre“. Als Wüstenpflanze muss die Aloe in einem extremen Klima überleben, darum bildet sie gut 75 Stoffe, die ihr dabei helfen. Wird das Blatt beschädigt, schließt sich die Wunde sofort mit dem gerinnenden Pflanzensaft, um die Feuchtigkeit im Blatt zu halten, ein ähnlicher Vorgang wie beim Menschen. Die wirksamen Stoffe der Aloe haben auch eine heilende Wirkung. Die alten Ägypter bezeichneten sie als „Pflanze der Unsterblichkeit”. Die erste Beschreibung in europäischen Schriften stammt aus dem Jahr 1655. Die Aloe kommt heute auch in den Ländern um das Mittelmeer sowie in Indonesien, Mexiko und der Karibik vor.

Pflegetipps
Die Aloe ist dank ihrer sukkulenten Eigenschaften sehr leicht zu pflegen: Die Pflanze speichert Feuchtigkeit in der kräftigen Blattrosette, so dass sie trockenere Zeiten überbrücken kann.
Alle zwei Wochen gießen ist ausreichend, zwischendurch darf der Topfballen ruhig austrocknen.
Die Aloe steht gern hell und sonnig. In den Sommermonaten kann die Pflanze auch draußen auf der Terrasse oder dem Balkon stehen.
Während der Wachstumssaison einmal im Monat düngen.
Die Aloe blüht nach einer kurzen Ruheperiode im Winter, in der die Pflanze nur wenig Wasser bekommen sollte und nicht gedüngt wird. Die Blüte entwickelt sich, wenn die Tage länger werden, dann wieder mehr Wasser und Dünger geben.

Das Wandelröschen

ist eine außergewöhnliche Erscheinung und eine der pflegeleichtesten Terrassenpflanzen. Sie ist ein Mitglied der Familie der Verbenaceae, also der Eisenkrautgewächsen, zu denen auch eine andere sehr bekannte Gartenpflanze gehört, die Verbene. Typisch sind die ungewöhnlichen, viereckigen Stiele mit Blütenschirmen, die aus röhrenförmigen Einzelblüten bestehen, die sich nach und nach verfärben.

Die einzelnen Blütenreihen des Blütenstandes öffnen sich von innen nach außen. Nach der Blüte können sich Früchte bilden, die ein wenig wie Brombeeren aussehen. Der intensive Duft der Blüten zieht viele Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten an, und natürlich macht es auch Freude auf der Terrasse selbst daran zu riechen. Das Blatt hat eine etwas raue Struktur und an den Zweigen befinden sich manchmal sogar ein paar Stacheln. Die Pflanze kann als Strauch oder als Stämmchen gezogen werden und ist auf jeden Fall ein toller Blickfang auf der Terrasse.

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Das Wandelröschen (Lantana) stammt ursprünglich aus den tropischen Gebieten Amerikas, Afrikas und Indiens. Aber wer einmal im Südostasien Urlaub gemacht hat weiß, dass die Pflanze dort häufig in öffentlichen Pflanzungen und Gärten zu finden ist. Sie wird sogar als Heckenpflanze genutzt, was zeigt, dass man sie in unterschiedliche, schöne Formen bringen kann. Kugel, Pyramide, Würfel - für die Lantane ist nichts zu verrückt. Es handelt sich um eine wirklich wärmeliebende Pflanze, die bei uns im Sommer auf der Terrasse stehen kann, aber frostfrei überwintert werden muss. Also eine echte Kübelpflanze, beliebt und sehr dankbar.

Der deutsche Name der Pflanze lautet Wandelröschen. Dies ist ein Hinweis auf den Blütenstand, der sich aufgrund der Alterung der Blüten langsam von innen nach außen verfärbt. Die äußeren Blüten sind rosa, orange oder rot und die mittleren Blüten in der Regel gelb und kleiner. Die von Natur aus strauchförmig wachsende Pflanze ist eine Attraktion für Bienen und Schmetterlinge, die in großer Zahl die Blüten besuchen. Nachdem die Blüten verwelkt sind, bilden sich grüne brombeerähnliche Früchte, die sich später schwarz färben. Achtung, diese Früchte kann man nicht essen! Tiere bleiben den Früchten meist instinktiv fern, darum wird die Lantane oft als Begrenzungspflanze für Vieh eingesetzt.

Pflege vom Wandelröschen
Das Wandelröschen ist eine echte Sonnenanbeterin. Je mehr Sonne, desto reicher die Blüte. Die Pflanze kann auf die Terrasse gestellt werden, wenn keine Nachtfröste mehr auftreten, meist ab Anfang Mai. Stellen Sie die Pflanzen in nährstoffreiche, gut wasserdurchlässige Erde. Auf der Terrasse stellt man sie am besten in einen schönen Ziertopf mit Abflussloch im Boden. Dorthinein legt man einige Scherben oder Blähton für die Hydrokultur, damit überschüssiges Wasser ablaufen kann und die Pflanzenwurzeln nicht im Wasser stehen. Eventuell können Sie der Erde wasserspeicherndes Granulat hinzufügen, damit der Pflanze immer ausreichend Wasser zur Verfügung steht. Verwenden Sie dazu einen großen Topf mit einer großer Erdoberfläche, dann hat die Pflanze einen festen Stand und kann nicht so leicht umfallen, eventuell kann ein Backstein unten im Topf helfen, die Basis zu beschweren. Sorgen Sie dafür, dass die Erde nie vollständig austrocknet, gießen Sie also regelmäßig. Damit die Pflanze lange hält, wird alle zwei Wochen ein Dünger gegeben, der die Blüte fördert. Die verwelkten Blüten vorsichtig entfernen, damit sich keine Früchte bilden können. Diese kosten die Pflanze viel Energie, die sie besser dazu nutzt neue Knospen anzulegen. Bevor der erste Nachtfrost kommt, sollte man die Pflanze ins Haus holen und frostfrei, bei 6-10° Celsius überwintern. Achtung: Blätter und Früchte sind bei Verzehr giftig.

Schneidetipps für das Wandelröschen
Wenn die Pflanze lange Triebe bildet und dadurch etwas „außer Form” gerät, kann man diese Triebe einfach abschneiden. Um die Pflanze gut durch den Winter zu bringen, kann sie etwas zurückgeschnitten werden, bevor sie an ihren Platz zum Überwintern gestellt wird. Man kann sie aber auch im Frühjahr, vor dem Beginn der neuen Wachstumsperiode im Februar, zurückschneiden. Die Pflanzen sollten im Topf nicht zu groß werden und ihre schöne Form behalten. Scheuen Sie sich also nicht, kräftig von der Hecken- oder Gartenschere Gebrauch zu machen. Nach der Winterruhe hat die Pflanze viel Kraft für die nächste Wachstumsperiode getankt und ist so wieder „in Form”, um sich auf der Terrasse, den ganzen Sommer über, mit reicher Blüte zu präsentieren.

Grüne Nomaden

Drinnen und draußen ineinander übergehen zu lassen und den Garten zum zweiten Wohnzimmer zu machen, ist ein populärer Trend. Calla, Glockenblume, Celosie, Ballonblume und Lilie passen perfekt dazu: Es sind wunderbare Zimmerpflanzen, die im Haus und im Freien stehen können und so beide Seiten auf natürliche Art und Weise miteinander verbinden.

Die Vielfalt der Farben und Formen ist überwältigend,  je nach Art sind sie jedoch sehr unterschiedlich. Glockenblume und Ballonblume (Platycodon) gibt es vor allem in Blau, Weiß und Rosa. Celosie und Calla verfügen über eine vielseitigere Farbpalette: von zarten Pastelltönen bis zu leuchtenden, tiefen Tönen. All diese reichblühenden Pflanzen kann man von April bis September genießen.nomadepage

Herkunft
Die Herkunft dieser grünen Nomaden ist sehr unterschiedlich. Die Calla ist eine Sumpfpflanze, die sich fest am Ufer verankert. Von Südafrika bis Malawi wächst sie häufig an Orten, an denen der Abfluss des Regenwassers behindert wird. Dadurch entsteht kurzfristig eine sumpfähnliche Situation, in denen die Calla Feuchtigkeit in ihren Zwiebeln speichern kann. Dies hilft ihr trockene Perioden zu überstehen. Alle Lilien, die als Zimmerpflanzen geeignet sind, sind Kreuzungen. Die Pflanze wächst in freier Natur in Japan, China und Korea. Die tropische Celosie kommt in Ostafrika, Südamerika und Südostasien vor und hat sich im Laufe der Zeit in allen tropischen Regionen ausgewildert. Die Pflanze wird seit 1989 in den Niederlanden gezüchtet, vorher stammten viele Kultursorten aus Japan. Die Glockenblume wächst in Italien, die Ballonblume (Platycodon) hat ihre Wurzeln in Ostasien.

Pflegetipps
Alle grünen Nomaden stehen im Haus gern kühl und hell, damit sich die Blüten lange halten. Im Garten können sie sowohl in der Sonne als auch im Halbschatten stehen. 
Calla und Lilie sind als Zwiebelpflanzen im Topf am unkompliziertesten: Einmal in der Woche ein wenig gießen, ist völlig ausreichend.
Glockenblume, Celosie und Ballonblumen haben weichere Blätter, verdunsten dadurch mehr Wasser und müssen häufiger gegossen werden: Ihr Topfballen darf immer leicht feucht sein.
Wer sich eine reiche Blütenpracht wünscht, muss alle zwei Wochen düngen und die verwelkten Blüten entfernen – dann hält die Blüte besonders lange an.