Pflanze des Monats

Große Blüten, kleine Blüten. Kletter- und Hängepflanzen sowie bodenbedeckende Pflanzen. Direkt in den Garten gepflanzt, in Töpfen und Kästen und in Blumenampeln. Mit den Farbbringern hält der Frühling Einzug in den Garten, auf die Terrasse und den Balkon. Begonie, Verbene (Eisenhut), Gazanie (Mittagsgold) und Bougainvillea sind alle reichblühende Pflanzen mit völlig unterschiedlichen Formen, sodass es im Garten viel zu sehen und zu erleben gibt. Niedrig wachsende, sommerblühende Begonien, Gazanien und Verbenen sind in verschiedenen Farben erhältlich. Begonien werden vor allem in Weiß, Rosa und Rot angeboten, Verbenen in Weiß, Violett, Rot und Pink und Gazanien in leuchtendem Orange, Bronze-Braun, Weiß und Gelb. Die Kübelpflanze Bougainvillea mit ihren farbigen Hochblättern gibt es in vielen Farbtönen, die hervorragend zu den anderen Farbbringern passen. Bougainvillea wächst oberhalb der anderen Farbbringer. So kann man in verschiedenen Höhen Farbe auf Balkon, Terrasse und in den Garten bringen, und es gibt immer eine Kombination, die dem eigenen Geschmack entspricht.

farbbringer19Herkunft
Begonie und Bougainvillea stammen ursprünglich aus Südamerika, die Gazanie aus Südafrika und Verbenen findet man in ganz Eurasien und in den Vereinigten Staaten.

Sortimentsauswahl
Die Begonie hat ein typisches, asymmetrisch geformtes Blatt. Für den Garten werden hauptsächlich Begonien der Semperflorens Gruppe (Eisbegonien) und der Begonia Tuberhybrida Gruppe (Knollenbegonie) angeboten. Von beiden Arten werden ständig neue Erscheinungsformen entwickelt. B. boliviensis ist eine schöne Art für den Garten und kann - genau wie die Wasserfall-Serie - als Hängepflanze verwendet werden. B. betula zeichnet sich durch eine reiche Blüte mit kleinen Begonienblüten aus, die Strauchbegonie ist eine große Pflanze, und B. fuchsifoliosa ist eine Begonie mit Blättern, die denen der Fuchsie ähneln.

Die Verbene (Eisenkraut) hat charakteristische, zusammengesetzte Blütenstände und gelappte oder fein eingeschnittene Blätter. Verbenen werden sowohl samenvermehrt (oft in einer Farbmischung) als auch aus Stecklingskultur (häufig farbsortiert) angeboten. Beide Anzuchtformen sind hauptsächlich in den Farben Rot, Rosa, Weiß und Lila erhältlich. Darüber hinaus gibt es Arten wie V. bonariensis und V. rigida, die größer werden und oft violett oder lila gefärbt sind.

Die Gazanie (Mittagsgold) zeichnet sich durch Blüten aus, die sich tagsüber öffnen, wenn das Wetter schön und sonnig ist, und am Abend wieder schließen. Das längliche, spatelförmige Blatt ist ziemlich steif: ein Zeichen dafür, dass die Pflanze auch Trockenheit aushalten kann. Die zusammengesetzten Blüten sind hauptsächlich orange, gelb, braun oder rosa. Es gibt sowohl grün- als auch graublättrige Arten.

Bougainvilleen werden als Kultursorten zweier verschiedener Arten angeboten: Bougainvillea spectabilis (Strauchform mit meist lilafarbenen Sorten) und Bougainvillea glabra (Kletterpflanze in vielen verschiedenen Farben). Die Pflanze blüht mit farbigen Hochblättern, die die rein weißen Blüten umgeben.

Pflegetipps
Alle Farbbringer mögen es sonnig, können aber auch Halbschatten vertragen.
Die Blüte kostet die Pflanze viel Energie, daher sollte der Wurzelballen nicht austrocknen. Farbbringer in Kübeln und Kästen haben besonders viel zusätzliches Wasser nötig.
Eine zweiwöchentliche Düngung fördert die Blüte.
Verwelkte Blüten sollten entfernt werden, dann werden die Farbbringer wieder neue Knospen ansetzen.
Die niedrig wachsenden Farbbringer sind einjährige Pflanzen. Bougainvillea kann, sofern sie hell, trocken und kühl überwintert wird, im nächsten Jahr erneut durchstarten.

Zimmerpflanze des Monats April 2019

begonie19Die Geschichte der Begonie
Die blühende Begonie hat volle, pralle Blüten in fröhlichen Farben wie Rot, Rosa, Orange, Weiß und Gelb. Die Begeisterung, mit der die Pflanze blüht, bedeutet in der Praxis, dass man vor lauter Blüten die Pflanze manchmal kaum noch sehen kann. Doch auch Blattbegonien haben ihre ganz eigene Schönheit, sie begeistern durch ihre samtigen Blätter. Diese sind wunderschön gezeichnet mit silbernen, rosafarbenen, bordeauxroten und grünen Mustern, die das Fehlen dekorativer Blüten mehr als ausgleichen. Beide Pflanzentypen haben eine großzügige Ausstrahlung und sind überraschend unkompliziert und einfach zu pflegen. Begonien passen gut zu einem Lebensstil, bei dem Pflanzen einen sanften, freundlichen Puffer gegen auf uns einprasselnde Sensationsnachrichten und die harte Außenwelt bilden.

Herkunft
Die Begonie stammt ursprünglich aus warmen, feuchten Waldgebieten in Neuguinea, dem südlichen Afrika und den Anden. Die wildwachsende Art ist feingliedriger und dürrer als die Kulturvariante, die volleres Laub hat und wesentlich reicher blüht.

Pflegetipps
Die Begonie braucht viel Licht, mag aber keine grelle Sonne.
Die Pflanze schätzt es, wenn sie zweimal pro Woche etwas Wasser bekommt, der Topfballen darf feucht sein.
Besser nicht besprühen, dies kann den Befall mit Mehltau (einem Schimmelpilz) begünstigen.
Durch das Entfernen der verwelkten Blüten, wird die Pflanze angeregt neue zu bilden.
Wird die Begonie einmal pro Woche gedüngt, blüht sie durchgehend weiter.

Die Geschichte der Blütenbäume
Zuerst die schönen Obstblüten, dann eine volle Blattkrone und im Sommer und Herbst Früchte: Obstbäume haben viel zu bieten. Apfelbaum (Malus), Pfirsichbaum (Prunus persica) und Zwetschkenbaum (Prunus domestica) passen hervorragend zu dem wachsenden Bedürfnis der Konsumenten, zu wissen, woher ihre Lebensmittel stammen. Dazu kommt die Begeisterung für das Ernten von Obst im eigenen Garten. Es ist auch ein lehrreiches und schönes Erlebnis für Kinder, wenn sie sehen, wie ein Apfel, eine Zwetschke oder ein Pfirsich entsteht. Blühende Obstbäume sind für Gärten mit reichlich Platz zur Anlage eines ganzen Obstgartens erhältlich, aber es gibt auch kompakte, kleine Blütenbäume, die auf eine Terrasse oder den Balkon passen.

bluetenbaumHerkunft
Alle blühenden Bäume wachsen in den gemäßigten Regionen der nördlichen Hemisphäre. Apfel- und Zwetschkenbaum stammen ursprünglich aus Zentralasien – der Pfirsichbaum stammt aus dem Nordwesten Chinas und wurde über die alte Seidenstraße im Westen verbreitet. Jeder einzelne dieser Obstbäume gehört seit Jahrhunderten zum Lebensumfeld der Menschen in Eurasien, und die Früchte sind schon ebenso lang Teil unserer Speisekarte.

Sortiment
Blütenbäume gibt es in vielen verschiedenen Kultursorten. Als Bäume ähneln sie sich sehr: nicht zu hoher Stamm, frühe Blüte, dann eine volle Krone mit spitzen, dunkelgrünen Blättern und schließlich die Früchte. Es gibt Dutzende von Apfel-, Zwetschken- und Pfirsicharten zur Auswahl. Für diejenigen, die nicht genug Platz haben, um einen Obstbaum im Garten zu pflanzen, gibt es auch die Wahl zwischen Spalierobst, Halbstamm, Hochstamm und Terrassenbaum.

Pflegetipps
Blühende Obstbäume stehen gerne in der Sonne und mögen im Laufe des Tages auch mal etwas Halbschatten.
Die Blütenbäume müssen so tief eingepflanzt werden, dass sie fest im Boden stehen. Der Boden sollte so beschaffen sein, dass er Wasser schnell abführt.
Nach dem Pflanzen sollte man den Baum gleich angießen und später dann normal gießen.
Während der Blütezeit und des Wachstums sollte man einmal im Monat organischen Dünger geben; später reicht eine Düngung pro Jahreszeit.
Apfel- und Pfirsichbäume schneidet man im März unmittelbar nach dem Winter und vor der Blüte. Der Zwetschkenbaum wird am besten im Spätsommer nach der Ernte beschnitten.
Blüten und Nachtfrost? Es ist zu empfehlen den Baum bei drohendem Nachtfrost mit Vlies abzudecken. Man kann auch die Blüten mit Wasser besprühen, sodass sie vorübergehend gefrieren. So ist die Wahrscheinlichkeit noch größer, dass später Früchte geerntet werden können.

topflilie191Die Topflilie

Die Geschichte der Lilie
Die Lilie (Lilium) ist ein echter Blickfang im Haus dank der Blüten mit wunderschönen Farben, die manchmal auch duften. Charakteristisch für die Topflilie als Zimmerpflanze sind die langen, gestielten Knospen und die Blätter, die am gesamten Stiel entlang wachsen. Die Farbauswahl bei Topflilien ist groß: von Rot, Gelb, Orange und Pink bis hin zu zweifarbigen Sorten und Pastelltönen.

Herkunft
Die Lilie ist eine krautige Pflanze, die zur Familie der Liliengewächse gehört. Die Pflanze wächst aus einer Zwiebel und zählt mehr als hundert Arten, von denen es die meisten auf der Nordhalbkugel gibt. Die Urform stammt wahrscheinlich aus China. Außerdem wächst die Lilie in Korea, Japan und in Teilen Sibiriens und verbreitete sich über den Kaukasus, den Balkan und die Alpen nach Europa und später nach Amerika. In freier Natur ist die Lilie meist in Waldnähe oder auf Wiesen zu finden.

Pflegetipps
Die Lilie mag viel Licht, aber keine grelle Sonne.
Je kühler die Pflanze steht, desto länger dauert die Blüte an (bis zu 2 bis 3 Wochen).
Regelmäßig gießen. Es ist besser, den Wurzelballen nicht austrocknen zu lassen.
Verwelkte Blüten können einfach entfernt werden.
Nach der reichen Blüte ist der Lebenszyklus der Pflanze beendet, die Zwiebeln können eventuell in den Garten gepflanzt werden.

Zimmerpflanze des Monats

farn191Farne und ihre Geschichte
Von buschig bis feingliedrig, von dunkelgrün bis zu einem silbrigen graugrün: Farne haben viele Formen, und auch ihre Blätter unterscheiden sich deutlich voneinander. Einige sind lockig eingerollt, andere haben mehr Fiederblättchen und einige sind gar nicht unterteilt. Alle Farne zusammen bilden eine attraktive grüne Pflanzengruppe, die dem wachsenden Interesse nach botanischen Elementen und Sammlungen im Haus entgegenkommt. Und sie bieten noch ein besonderes Extra, denn sie helfen, die Luft im Raum zu reinigen.

Herkunft
Farne gehören zu den ältesten Pflanzen der Welt. Es wurden fossile Überreste gefunden, die etwa 420 Millionen Jahre alt sind und für lange Zeit waren (Baum-)Farne die am häufigsten vorkommenden Pflanzen auf der Erdoberfläche. Kohlevorkommen bestehen unter anderem aus abgestorbenen Farnen. Es gibt etwa 10.000 verschiedene Arten, die überall in Gebieten mit feuchtem Klima wachsen. Nur in Wüsten und an Orten, die immer von Schnee bedeckt sind, fehlen Farne in der Landschaft. Die Farne, die als Zimmerpflanzen verwendet werden, stammen aus tropischen und subtropischen Regionen.

Pflegetipps
Farne stehen gern hell, aber nicht in voller Sonne.
Nicht ins Herz der Pflanze, sondern auf die Erde gießen und darauf achten, dass der Wurzelballen immer feucht ist.
Farne gedeihen besonders gut an einem Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie Küche und Bad.
Wenn der Farn in einem Raum mit trockener Luft steht, den Übertopf in eine schöne Schale mit Wasser stellen, das rund um die Pflanze verdunsten kann.
Während der Wachstumsperiode alle 3-4 Wochen düngen.
Farnen gedeihen bei regelmäßigem Besprühen und Einnebeln besonders gut.
Gelbe oder alte Blätter können entfernt werden.