Pflanze des Monats

Zimmerpflanze des Monats

farn191Farne und ihre Geschichte
Von buschig bis feingliedrig, von dunkelgrün bis zu einem silbrigen graugrün: Farne haben viele Formen, und auch ihre Blätter unterscheiden sich deutlich voneinander. Einige sind lockig eingerollt, andere haben mehr Fiederblättchen und einige sind gar nicht unterteilt. Alle Farne zusammen bilden eine attraktive grüne Pflanzengruppe, die dem wachsenden Interesse nach botanischen Elementen und Sammlungen im Haus entgegenkommt. Und sie bieten noch ein besonderes Extra, denn sie helfen, die Luft im Raum zu reinigen.

Herkunft
Farne gehören zu den ältesten Pflanzen der Welt. Es wurden fossile Überreste gefunden, die etwa 420 Millionen Jahre alt sind und für lange Zeit waren (Baum-)Farne die am häufigsten vorkommenden Pflanzen auf der Erdoberfläche. Kohlevorkommen bestehen unter anderem aus abgestorbenen Farnen. Es gibt etwa 10.000 verschiedene Arten, die überall in Gebieten mit feuchtem Klima wachsen. Nur in Wüsten und an Orten, die immer von Schnee bedeckt sind, fehlen Farne in der Landschaft. Die Farne, die als Zimmerpflanzen verwendet werden, stammen aus tropischen und subtropischen Regionen.

Pflegetipps
Farne stehen gern hell, aber nicht in voller Sonne.
Nicht ins Herz der Pflanze, sondern auf die Erde gießen und darauf achten, dass der Wurzelballen immer feucht ist.
Farne gedeihen besonders gut an einem Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit, wie Küche und Bad.
Wenn der Farn in einem Raum mit trockener Luft steht, den Übertopf in eine schöne Schale mit Wasser stellen, das rund um die Pflanze verdunsten kann.
Während der Wachstumsperiode alle 3-4 Wochen düngen.
Farnen gedeihen bei regelmäßigem Besprühen und Einnebeln besonders gut.
Gelbe oder alte Blätter können entfernt werden.

Pflanze des Monats Januar

tulpe19pFrische grüne Blätter, einzigartige Formen und leuchtende Farben: Die Tulpe (Tulipa) ist der ideale Start in das Jahr und perfekt, um sich frühzeitig ein bisschen Frühling ins Haus zu holen. Da die Blumenzwiebeln draußen etwas länger brauchen, um zur Blüte zu kommen, werden Tulpen, die als Schnittblumen angebaut werden, einer speziellen Behandlung unterzogen. Der Gärtner sorgt dafür, dass die Zwiebeln eine künstliche Winterperiode durchlaufen und bringt sie dann ins Gewächshaus. Dort herrschen höhere Temperaturen, sodass für die Tulpenzwiebeln scheinbar der Frühling gekommen ist und sie zu blühen beginnen. Im Gewächshaus werden die Zwiebeln also eigentlich hinters Licht geführt und „vorgetrieben”, damit Floristen und Konsumenten die Frühlingsblumen schon besonders frühzeitig genießen können.

Herkunft
Die Tulpe ist ursprünglich im Iran, in Afghanistan und in Kasachstan heimisch. Nomaden nahmen die Zwiebeln mit in die Türkei, wo die Blume unglaublich populär wurde. Osmanische Sultane trugen eine Tulpe als Symbol an ihrem Turban. So ist die Bezeichnung „Tulpe” vom persischen „tulipan” abgeleitet, was „Turban” bedeutet. Heute werden Tulpen vor allem mit den Niederlanden in Verbindung gebracht, dem größten Lieferanten von Tulpen als Zwiebeln und als Schnittblume.

Pflegetipps
Tulpen wachsen in der Vase weiter, es ist daher wichtig eine Vase auszuwählen, die einen stabilen Stand hat.
Die saubere Vase sollte mit reichlich kaltem Leitungswasser gefüllt werden. Geben Sie dann Schnittblumennahrung dazu.
Es sollten sich keine Blätter im Wasser befinden. Werden überflüssige Blätter entfernt, bleibt das Wasser sauber. Von den Stielenden werden 2-3 cm abgeschnitten.
Die Vase steht am besten an einem kühlen Standort ohne Durchzug, nicht in der Sonne oder neben einer Wärmequelle. Auch die Nähe von Früchten sollte vermieden werden, da Reifegase, das Aufblühen der Blüten beschleunigen.
Tulpen nehmen recht viel Wasser auf, also muss der Wasserstand in der Vase regelmäßig kontrolliert und hin und wieder kaltes Leitungswasser hinzugefügt werden.
Lassen die Tulpen die Köpfe hängen? Dann einfach neu anschneiden, in festes Papier einschlagen und für eine Stunde, aufrecht stehend, Wasser aufnehmen lassen. Danach sind sie wieder fest und stehen gerade in der Vase.

Zimmerpflanze des Monats Dezember

anthurie18pDie Anthurie zählt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Schön anzuschauen, einfach zu pflegen und eine echte Persönlichkeit im Haus. Mit weißen Hochblättern hat sie eine ruhige Ausstrahlung, während die leuchtenden Sorten einen besonders lebhaften Eindruck hinterlassen. Obwohl der farbige Teil der Pflanze von vielen für die Blüte gehalten wird, handelt es sich eigentlich um ein farbiges Hochblatt. Die Blüten der Anthurie sind nämlich sehr klein und befinden sich alle auf dem Kolben, den das Hochblatt umgibt.

Herkunft
Die Anthurie stammt aus den tropischen Regenwäldern Kolumbiens, Guatemalas und des Amazonasgebietes in Brasilien. Dort wachsen die Pflanze als Epiphyt: das bedeutet, dass sie mit relativ wenigen Wurzeln in und auf Bäumen wachsen, ohne diesen Nährstoffe zu entziehen. Die Pflanze bekommt dort ausreichend Licht, ist aber keiner grellen Sonne ausgesetzt, und sie befindet sich die ganze Zeit über in einer schön warmen Umgebung mit einem hohen Feuchtigkeitsgrad.

Pflegetipps
Anthurien stehen gerne hell, aber besser nicht in voller Sonne.
Halten Sie die Zimmertemperatur bei 18-22°C, die Pflanze darf nicht zu kalt stehen.
Der Topfballen darf nicht austrocknen, aber auch nicht im Wasser stehen.
Regelmäßiges Sprühen ahmt die Bedingungen im tropischen Regenwald mit höherer Luftfeuchtigkeit nach.
Verwelkte Blüten können entfernt werden.
Eine Düngergabe alle drei Wochen hilft der Anthurie lange und reich zu blühen.

Gartenpflanze des Monats November

Die Skimmie, das Vier-Jahreszeiten-Wunder, präsentiert sich während des gesamten Jahres immer wieder neu. Im November bildet die Pflanze bereits farbezeigende Knospen an robusten, attraktiven Blütenrispen. Die Farbe und die Knospen bleiben den ganzen Winter über erhalten. Im April-Mai öffnen sich die Knospen und die Skimmie blüht mit weiß-rosafarbenen Blüten, die stark duften: Bienen sind verrückt danach. Ende August erscheinen dann schon wieder die ersten neuen Knospen. Außerdem ist das attraktive ledrige Laub eine feste Größe, denn es bleibt das ganze Jahr über schön grün.

skimmia18Sortimentsauswahl
Das Skimmia-Sortiment wurde in den letzten Jahren um viele neue Sorten erweitert. Sie unterscheiden sich in der Farbe der Blütenknospen, der Blattfarbe (grün- oder buntlaubig) und im Wuchs der Pflanzen. Es gibt sowohl kompakt wachsende Zwerg-Skimmien als auch Exemplare, die viel größer und lockerer im Aufbau sind. Die am häufigsten angebotene Sorte von Skimmia japonica ist 'Rubella' mit roter Blütenknospe.

Wissenswertes
• Die erste Skimmia kam 1838 nach Europa und landete direkt in den Gewächshäusern von Kew Gardens in England.
• Der botanische Name entstand 1784 und ist eine Ableitung von „miyama shikimi“, der japanischen Bezeichnung für Skimmia.
• Damit die Pflanze im Garten gut gedeiht, pflanzt man zu ein paar weiblichen Skimmien eine männliche Pflanze, die für die Bestäubung sorgen kann. Die männliche Pflanze ist am besten an ihrer Form zu erkennen: Die Blüten sind etwas größer und haben Stempel.

Herkunft
Skimmia gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae), zu denen auch die Zitrusbäumchen gehören. Die Verwandtschaft ist an den Blättern festzustellen: Wenn man diese zerreibt, riecht man sofort den Zitrusduft. In freier Natur wächst die Skimmie in den Wäldern Chinas, aber auch in anderen Teilen Asiens, wie im Himalaya-Gebirge. Sträucher die für den Garten angeboten werden, stammen jedoch meistens aus einem niederländischen Gewächshaus.

Pflegetipps
• Die Skimmie steht am liebsten an einem eher schattigen Standort, dort entwickeln sich die Beeren am besten.
• Die Pflanze bevorzugt – wie Rhododendron – einen leicht sauren Boden.
• Wenn die Blätter gelb werden, ist der Boden nicht sauer genug.
• Die Skimmie mag keine nassen Füße und wächst daher gern in der Nachbarschaft von Bäumen, die viel Feuchtigkeit aus dem Boden aufnehmen. Bei Pflanzen in Töpfen muss das Wasser leicht ablaufen können.
• Schneiden Sie lieber keine Zweige von der Pflanze, sonst fällt die nächste Blüte weniger reich aus.
• Skimmien sind ziemlich winterhart und müssen nur bei strengem Frost mit Vlies oder Luftpolsterfolie umwickelt werden.

Zimmerpflanze des Monats November


Die Geschichte von Rhipsalis
Rhipsalis gehört eigentlich zu den Kakteen, aber ohne stachelige Dornen. Die langen, unregelmäßig gegliederten Ranken wachsen recht schnell und hängen herab oder stehen buschig aufrecht. Tiefgrün von oben und etwas heller an den Enden, ist die Pflanze äußerst dekorativ für spannende Durchblicke und Tischdekorationen. Die Pflanze ist auch unter dem Namen „Korallenkaktus“ bekannt und benötigt praktisch keine Pflege. Rhipsalis meistert auch das Zusammenleben mit Menschen, die beim Gießen eher vergesslich sind, mit Bravour – sie geht nicht ein und ist unter idealen Bedingungen eine reichverzweigte Schönheit.

rhip18Herkunft
Die Rhipsalis ist eine tropische Sukkulente, die in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas, Afrikas und einiger Inseln im Indischen Ozean heimisch ist. Es handelt sich dabei um den einzigen Kaktus, der in der freien Natur außerhalb von Nord- und Südamerika vorkommt. Dort wachsen die etwa 60 verschiedenen Arten zumeist auf Baumstämmen. Während dies bei kultivierten Pflanzen kaum vorkommt, erblühen sie dort mit einer Vielzahl weißer, gelber, orangefarbener oder roter Blüten, die nach der Bestäubung Beeren bilden. Nach Erkenntnissen der NASA ist Rhipsalis eine Zimmerpflanze mit luftreinigenden Eigenschaften, die zur Verbesserung des Raumklimas beiträgt.

Pflegetipps
Die Pflanze hängt gern an einem hellen Ort und verträgt sogar direktes Sonnenlicht, aber sie wächst und gedeiht auch bei etwas weniger Licht.
Zwischen den Gießeinheiten darf der Topfballen ein wenig antrocknen, mäßiges Gießen einmal in der Woche ist ausreichend. Hängt die Pflanze in der Sonne, sollte etwas häufiger gegossen werden. Sie mag es auch, ab und zu besprüht zu werden.
Einmal im Monat etwas düngen.
Werden die Ranken zu lang, können sie einfach wieder in Form geschnitten werden.